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Weiter Aufregung um Koppeln

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Die Wiese dient als Pferdekoppel.
Die Wiese dient als Pferdekoppel. © bund

Sollten die Pferde auf den Koppeln des Fichtenhofes im Kirdorfer Feld grasen oder nicht? Nein, sagt der BUND; ja, findet die AfD.

Zum schwelenden Streit um die Pferdekoppeln des Fichtenhofes im Kirdorfer Feld erreichten die FR Zuschriften vom BUND und von der AfD, in denen unterschiedliche Standpunkte deutlich werden. Günther Stiller von der BUND-Ortsgruppe bezeichnet die eingezäunten Wiesen als wertvolle Magerwiesen, die „botanisch einzigartig“ seien.

Die grasenden Pferde drohten nun, diese Wiesen zu zerstören. Besser geeignet seien einfache Graswiesen, die es auch in Kirdorf gebe. „Die könnte man dann – mit einer Ausnahmegenehmigung – von Pferden beweiden lassen; am Rande von Kirdorf weiden ja auch schon lange einige Pferde“, schreibt Günther Stiller.

Peter Münch von der AfD dagegen versteht die Aufregung nicht. Insbesondere, dass der BUND sich in einer Stellungnahme an das Regierungspräsidium um die Steinhummel sorgt. „Wie Pferde Hummeln vertreiben, bleibt rätselhaft“, so Münch. Die Pferde bräuchten ihren Auslauf. Dort, wo in Kirdorf mit Motorkraft gemäht werde, richte der Mensch einen größeren Schaden an als Pferde es vermochten, so Münch.

Der Fichtenhof hatte einige Flächen gepachtet, Weidezäune errichtet und lässt nun Pferde grasen. Der BUND protestiert dagegen. Es geht dabei um 1,5 Hektar des mindestens 142 Hektar großen Bestandes an Streuobstwiesen im Kirdorfer Feld.

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