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Götz Esser (50) ist seit vier Jahren Bürgermeister der Gemeinde Weilrod im Taunus.
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Götz Esser (50) ist seit vier Jahren Bürgermeister der Gemeinde Weilrod im Taunus.

Weilrod

Bürgermeister von Weilrod: „Wir sind eine Boomtown“

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Götz Esser ist Bürgermeister in Weilrod im Taunus. Im Interview erzählt er, wie seine Gemeinde sich auf den Zuzug aus der Stadt vorbereitet.

Herr Esser, was ist für Sie das Schönste an Weilrod?

Die Weite und die Natur.

Es ziehen Menschen aus Frankfurt zu Ihnen nach Weilrod. Wissen Sie, was die bei Ihnen suchen?

Weilrod ist gar nicht so weit weg von Frankfurt, wie man vielleicht denkt. Die Menschen haben gesehen, dass sie bei uns viel besser den 1,5-Meter-Abstand einhalten können als in einem engen Treppenhaus in Bornheim oder Fechenheim. Wir hatten viele Besucher hier, die gesehen haben, wie schön es hier ist und wie gut man hier leben kann.

Was tun Sie, damit diese Menschen gut bei Ihnen ankommen?

Auf technischer Seite sorgen wir dafür, dass es eine gute Internet- und Mobilfunkanbindung gibt, derzeit bauen wir das Glasfasernetz aus. Arbeiten von zu Hause aus muss einfach funktionieren. Dazu kommt die geplante gute S-Bahn-Anbindung bis Usingen 2023. Das sind gute Gründe dafür zu sagen, ok, wir ziehen raus aufs Land. Und natürlich sind bei uns die Lebenshaltungskosten vergleichsweise gering und die Baugrundstücke erschwinglich. In unserem Neubaugebiet soll der Preis noch immer unter 200 Euro liegen.

Verändert dieser Zuzug Weilrod?

Wir sind schon immer eine sehr offene Gemeinde, mein Vater ist aus Köln hierher gezogen. Man ist sehr offen für Neues. Natürlich beruht ein gutes Miteinander auf beiden Seiten. Wenn man sich hier einbringen will, dann funktioniert das hier sehr gut. Es gibt kulturelle Angebote, viel Vereinstätigkeit, in jedem der 13 Ortsteile eine freiwillige Feuerwehr, viele Jugendfeuerwehren. Es gibt eine Menge, bei dem man Anschluss finden kann. Die Menschen, die zu uns ziehen, werden meiner Beobachtung nach auch etwas ruhiger. Man kommt etwas runter.

Wie stellen Sie sich auf die Nachfrage ein?

Wir haben ein neues Baugebiet beschlossen, das sowohl Einheimischen als auch Zuzüglern offensteht. Es geht dabei um 55 Flächen, was für uns schon recht viel ist, und wir haben dafür 200 Bewerber. Weitere 27 sollen ab 2023 vermarktet werden. Wir sind schon fast das, was man „Boomtown“ nennen könnte, zudem haben wir eine tolle Innenentwicklung. Wenn irgendwo etwas leersteht, dann kommt das gar nicht mehr auf den Markt, sondern wird oft schon unter der Hand verkauft.

Interview: Peter Hanack

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