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OB Korwisi enthüllt die Landgrafensäule
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OB Korwisi enthüllt die Landgrafensäule

Landgräfliche Gärten

Wege zum Pferdegrab

Die Landgräflichen Gärten in Bad Homburg kommen ihren Ursprüngen immer näher: Wer will, kann jetzt wieder das von Friedrich V. Ludwig angelegte Pferdegrab besuchen. Außerdem ist eine Kopie der Landgrafensäule zu sehen.

Von Anton J. Seib

Mit der Aufstellung einer originalgetreuen Kopie der Landgrafensäule und der Eröffnung des historischen Wegenetzes ist die Wiederherstellung der Landgräflichen Gärten einen großen Schritt vorangekommen. „Wir machen mit diesen Wegen die Geschichte der Landgrafen zugänglich. Das von Friedrich V. Ludwig angelegte Pferdegrab ist wieder auffindbar, ein runder Platz lädt Gäste zum Verweilen ein“, beschrieb Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) gestern bei der Eröffnung den Charakter der neuen Anlage.

Das Wegenetz östlich des Gotischen Hauses wurde nach historischen Plänen restauriert. Damit wird das Grab für das Leibpferd des Landgrafen Friedrich V. Ludwig erschlossen.

Unter anderem wurden neun Sitzbänke aufgestellt, eine Esskastanie am Tannenwaldweg gepflanzt und 235 Hainbuchhecken gesetzt. Die Kosten für die Arbeiten liegen bei rund 100000 Euro, sie werden von der Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH getragen.

Der Lustwald „Große Tanne“, ein Teil des Großen Tannenwalds, wurde 1771 von Landgraf Friedrich V. Ludwig angelegt. Dort gab es ursprünglich vier Teiche, eine Wasserkaskade und Alleen. Davon ist heute nichts mehr erhalten.

Die Landgrafensäule war 1816 zum 50. Jahrestags des Regierungsantritts von Friedrich V. Ludwig vor dem Schloss errichtet worden. 1835 wurde sie in den Tannenwald versetzt. 1967 kam die stark beschädigte Stele zurück an ihren angestammten Ort. Die Kopie steht jetzt wieder im Tannenwald und bildet den Mittelpunkt zahlreicher Wegeachsen. Erhalten geblieben ist das Pferdegrab, in dem der begeisterte Reiter Friedrich V. Ludwig 1773 sein Leibpferd bestattete. An das Tier erinnert eine Inschrift, vom Landgrafen eigenhändig verfasst: „Hier liegt das schönste Pferd begraben, das alle Tugenden vereint; könnt’ man mit Tieren Freundschaft haben, so läge hier mein Freund.“

Der große Tannenwald ist Teil der Landgräflichen Gartenlandschaft, die aus mehreren Parks zu beiden Seiten der Tannenwaldalle bestand. Einige Gärten sind heute bebaut, andere sollen restauriert werden. Bereits wieder hergestellt wurde der Forstgarten, teilweise restauriert ist der Kleine Tannenwald am Mariannenweg.

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