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Wasserchaos in Montessorischule

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Ein geplatztes Wasserrohr im neuen Chemiesaal verursacht an der Montessorischule in Friedrichsdorf einen hohen Sachschaden. Von Gerhard Rhode

Von Gerhard Rhode

Ein geplatztes Wasserrohr im neuen Chemiesaal hat am späten Sonntagnachmittag an der Montessorischule in Friedrichsdorf einen hohen Sachschaden verursacht. Ein Sprecher der Schule schätzte den Schaden auf mehrere Zehntausend Euro, Baustadtrat Norbert Fischer (CDU) sprach gar von einem Schaden in Höhe von "bis zu 100000 Euro oder darüber".

Dass die Schäden nicht noch höher ausgefallen sind, ist Annemarie Söhner aus Neudenau in der Nähe von Heilbronn zu verdanken. Sie hielt sich am Sonntag in Friedrichsdorf auf und schaute sich gerade den Spielplatz der Schule an, als sie ein Plätschern hörte. Durch die Glasscheiben des Schulgebäudes sah sie, wie großflächig Wasser von den Decken lief.

Annemarie Söhner wählte per Handy den Notruf, der um 17.40 Uhr bei der Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte ankam. Sofort machten sich zwei Dutzend Wehrleute mit fünf Fahrzeugen auf den Weg zur oberen Hugenottenstraße um gegen die Wassermassen anzukämpfen. Der Einsatz dauerte nach Angaben von Wehrführer Pino Raguso bis etwa 21 Uhr.

Als Ursache ermittelten die Helfer ein geplatztes Wasserrohr in einem Labortisch des Chemiesaals im dritten Obergeschoss. Der naturwissenschaftliche Trakt der Schule war erst vor einigen Wochen in Betrieb genommen worden. Wie lange das Wasser sich in die Räume ergoss, und warum das Rohr undicht wurde, ist bislang nicht geklärt.

Aufzugsschacht läuft voll

Die Fluten hatten sich vom dritten Stock bis in den Keller ergossen. An die 1000 Quadratmeter Fläche waren nass. Das Wasser lief in Bodensteckdosen, der Aufzugsschacht lief voll, die abgehängten Zwischendecken saugten sich voll, Teppiche wurden zerstört, Parkettböden wellten sich. Die Feuerwehr schaltete Strom und Heizung ab, der Aufzug wurde stillgelegt.

Der Unterrichtsausfall dürfte sich derweil in Grenzen halten. Derzeit sind die Klassen eins bis vier in einem anderen Gebäude untergebracht. Und die Klassen fünf bis neun sind seit Montag auf Klassenfahrt.

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