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Vorbereitung auf Olympia 2016

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Von: Miriam Keilbach

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Die 15-jährige Judoka Soraya Bernstein ist die erste Athletin der HTG mit eigenem Sponsor

Wenn alles nach Plan läuft, tritt Judoka Soraya Bernstein von der HTG Bad Homburg im Sommer 2016 bei den Olympischen Spielen im brasilianischen Rio de Janeiro an. Die 15-Jährige, die dem Verein bislang nicht angehörte, ist das erste Talent, das durch das neue Spitzensport-Förderungskonzept einen Sponsor erhält. 5000 Euro jährlich zahlt Thomas Noske, Leiter der Regionaldirektion Bad Nauheim der Deutschen Vermögensberatung. „Wie sind natürlich motiviert durch den Erfolg, und ich will intensiv Kontakt zu Soraya halten“, sagte Noske. HTG-Präsident Ralph Gotta hofft auf den Schneeballeffekt, damit auch weitere Athleten und Teams von Sponsoren gefördert werden.

Die 15-Jährige aus Groß-Umstadt, die im Juni U17-Europameisterin wurde, lebt derzeit in einem Teilzeit-Internat in Wiesbaden. Dort wird es eine Judo-Wohngemeinschaft mit sieben Athleten und einer Betreuerin geben, dazu gehören von der HTG auch Paulina Starke und Juli Hölterhoff. Zusammen mit dem Landestrainer Jan Steiner reiste Bernstein schon nach Japan, trainierte für drei Wochen. Gesponsert war das durch die Deutsch-Japanische Gesellschaft. „Die Motivation ist eine andere, wenn man nicht nur für sich selbst trainiert“, sagte Bernstein. „Aber es ist eine große Ehre.“ Olympia 2016 habe sie immer im Kopf gehabt, „aber jetzt wird das verstärkt“.

Jahrelang setzte die HTG vor allem auf Breitensport – nun will der größte Bad Homburger Sportverein auch in die Spitze. Gotta nannte als Beispiel den Aufstieg der Judo-Damen in die Zweite Bundesliga. „Wir wollen Idole, die Kinder zum Sport ziehen und sie begeistert halten“, sagte er.

Die HTG stelle die Logistik mit dem Feri Sportpark I und dem Neubau des Feri Sportparks II, für den vor zwei Tagen der Bauantrag gestellt wurde. Die Leistungs- und Sportförderungsordnung des Vereins wurde jüngst ergänzt, um den Spitzensport zu ermöglichen.

Zum einen setze die HTG auf qualifiziertes Personal. So wird die Basketball-Jugend beispielsweise vom U17-Nationaltrainer betreut. Zudem plant Gotta ein Schulsportzentrum in der Stadt, derzeit laufen noch Gespräche mit den Schulen: „Wir hoffen, dass die Humboldtschule als Vorreiter bald das Schulsportzentrum beantragt.“ Gotta wünscht sich irgendwann eine Eliteschule des Sports in Bad Homburg.

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