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Vier Verlierer

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Wahlurne.
Wahlurne. © dpa

Zwei große Fraktionen (CDU und ALK) und drei kleine (SPD, FDP und Grüne) prägen in den nächsten fünf Jahren die politische Landschaft im knapp 16 000 Einwohner zählenden Königstein.

Von Klaus Nissen

Die Wähler sind vor einer Woche deutlich zahlreicher an die Urnen gegangen als noch 2006. Die Wahlbeteiligung stieg um sechs Punkte auf 50,3 Prozent. Volkes Wille stärkte lediglich die Grünen, die jetzt drei Stadtverordnete stellen. Bei der ersten Sitzung des neuen Parlaments am 2. Mai wird der bisherige Einzelkämpfer Dietmar Hemmerle mit Verstärkung erscheinen. Peter Völker-Holland und Bärbel von Römer-Seel bilden mit Hemmerle die neue Grünen-Fraktion. Sie wird erstmals einen Stadtrat in den Magistrat schicken können.

Die vier anderen Fraktionen kommen leicht geschwächt aus der Kommunalwahl. Am schlimmsten erwischte es die SPD mit einem Minus von 2,1 Prozentpunkten. Das bedeutet einen Stadtverordneten weniger und nur noch vier Parlamentssitze. Ins Stadtparlament gewählt sind nun Thomas Villmer, Evelina Ebeling, Ilja-Kristin Seewald und Stefan Kilb. Falls Evelina Ebeling wieder in den Magistrat geht, kommt auch Inken Schmidt ins Parlament. Auch als Partei müssen sich die Königsteiner Genossen reorganisieren. Denn kurz vor der Wahl hatte die Vorsitzende Gabriele Klempert ihren Rücktritt erklärt; Sie wolle sich auf ihre Arbeit im Kreistag konzentrieren.

Die FDP hat genau wie die SPD einen Sitz verloren und stellt nur noch Alexander von Bethmann, Karl Gustav Schramm, Birgit Becker und Michael Klaus Otto als Stadtverordnete. Unklar ist, ob von Bethmann wieder zum Vorsitzenden des Stadtparlaments gewählt wird.

Unverändert stark stehen CDU und ALK mit jeweils 14 Stadtverordneten da. Sie bilden die Pole der Königsteiner Politik, Koalitionen mit anderen Parteien sind nirgendwo in Sicht. Einem schwarz-gelben Bündnis früherer Jahre fehlt die Mehrheit. Die CDU hofft freilich auf gedeihliche Zusammenarbeit mit dem christdemokratischen Bürgermeister Leonhard Helm, mit dem sie lange über Kreuz lag. Die CDU werde wohl auf einen konkurrierenden Bürgermeisterkandidaten für die Ende des Jahres anstehende Wahl verzichten, signalisiert der CDU-Vorsitzende Andreas Noack.

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