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Vier Prozent für alle Genossen

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Von: Jürgen Streicher

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Von wegen Krise. Die Oberurseler Wohnungsgenossenschaft macht Gewinn und will weiter bauen. Von Jürgen Streicher

Die Genossenschaft befindet sich in einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. So steht es im Geschäftsbericht der OWG (Oberurseler Wohnungsgenossenschaft) für das Jahr 2009. Sätze wie diesen hören die Wohngenossen in vermeintlichen Krisenzeiten gerne. Auf 4370 ist die Zahl der Mitglieder gestiegen, die auch in diesem Jahr eine Dividende von vier Prozent auf ihre Geschäftsanteile bekommen.

Die gute Ertragslage und das bescheidene Wirtschaften machen das möglich. Auf 6,45 Millionen Euro gestiegene Mieteinnahmen - die inzwischen als Nutzungsgebühren bilanziert werden - machen das möglich; und der Jahresüberschuss von knapp zwei Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von 41,8 Millionen Euro. Bleibt nach der Zuführung in die Rücklagen ein ausgewiesener Bilanzgewinn von 175000 Euro, der die Dividende ermöglicht.

Zum Jahresende 2009 verwaltete die OWG 1662 Wohnungen in Oberursel und Kronberg-Oberhöchstadt, knapp 40 Prozent davon sind öffentlich gefördert. Mit einer durchschnittlichen Nutzungsgebühr von 5,08 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche wurde zwar erstmals die Fünf-Euro-Marke durchbrochen, sie liegt aber immer noch weit unter dem durchschnittlichen hessischen Mietniveau von 6,38 Euro.

Für die Instandhaltungskosten hat die OWG einen Fünf-Jahres-Plan aufgestellt, zwischen 2,2 und 2,9 Millionen Euro pro Jahr werden es sein. Ein Ausreißer ist das laufende Jahr, in dem ein Gesamtvolumen von rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen ist. Zeitgleich mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Neubauprojekt Freiligrathstraße mit 30 Wohnungen in vier Gebäuden im März begann die Komplettmodernisierung von Liegenschaften im Heidegraben. Die 36 Wohnungen in drei Häusern bekommen Vollwärmeschutz, neue Dächer, Heizungen und Fenster sowie größere Balkone. Allein dort werden 2,6 Millionen Euro verbaut.

Neue Mietwohnungen

Noch nicht festgelegt ist der Baubeginn für die weiteren geplanten sechs Neubauten in der Freiligrathstraße. Dort sollen 45 zusätzliche Mietwohnungen entstehen - ein Feld, das in Oberursel hauptsächlich die OWG bearbeitet.

Bei den Genossen verdienen 21 Menschen ihren Lebensunterhalt, sechs weitere werden regelmäßig in der Gartenpflege und als Hausmeister geringfügig beschäftigt. Einziges hauptamtliches Vorstandsmitglied ist Geschäftsführerin Ursula Schymura.

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