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Malerarbeiten am Kirchengewölbe von St. Ursula
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Malerarbeiten am Kirchengewölbe von St. Ursula

Oberursel

St. Ursula braucht mehr Hilfe

Das Wahrzeichen von Oberursel soll zu Ostern wieder in altem Glanz erstrahlen. Für die Restaurierung von Heiligenfiguren wie St. Nepomuk und der Mutter Gottes werden aber noch Spenden gesucht.

Von Jürgen Streicher

Als wäre Christo im alten Sakralbau auf dem höchsten Punkt der Altstadt eingerückt. Nahezu komplett verhüllt ist der Innenraum von St. Ursula. Hochaltar, Kanzel, Chorgestühl und Orgel, alles gut verpackt. Die Heiligenfiguren, sonst an Säulen und in Nischen angebracht, sind ausgelagert ins Kirchenmuseum im Turm. Seit der Adventszeit sind die Kirchentüren für die Sanierung des Innenraums geschlossen, nur Handwerker dürfen hinein. Die Gläubigen müssen nach Liebfrauen ausweichen.

Passend zur Auferstehung des Herrn an Ostern wollen die Katholiken der Stadtmitte ihr Gotteshaus wieder beziehen. Eigentlich schon am Palmsonntag in der Woche zuvor, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Joseph Henrich. Das sieht gut aus, die Renovierungsarbeiten laufen nach Plan. Der Holzwurm ist durch eine komplexe Begasung des Kirchenschiffs vertrieben, der feuchte Sockelputz erneuert, Innenwände und Säulen im Hauptraum und im Chor sind neu gestrichen, Risse repariert, die Elektroinstallation komplett neu, ebenso Alarmanlage, Sprachübertragung mit Induktionsschleife, Liedanzeige. Die Kosten der Spar-Variante sind mit rund 430000 Euro auch im Plan – eigentlich.

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Der Punkt „unvorhergesehene Kosten“ trübt die Zwischenbilanz ein wenig, da das Spendenkonto ohnehin noch nicht so stark wie erhofft angewachsen ist. Etwa 100000 Euro sollten es schon sein, damit wenigstens das getan werden kann, was „wichtig und nötig ist“, hatte Henrich zu Beginn der Planung als Wunsch formuliert. Damit die Kirche beim Hessentag mit gutem Gesicht im Mittelpunkt des Geschehens stehen kann. Knapp 30000 Euro sind bisher eingegangen.

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Die zusätzlichen Kosten belaufen sich aktuell auf 60000 Euro. Wobei eine Abdichtung zum Erhalt der historischen Fenster im Chor, die Reparatur des Barockkreuzes im Triumphbogen und die Kanzel mit zusammen knapp 25000 Euro Pflichtprogramm bis zur Wiedereröffnung sind. Der Hochaltar (24000 Euro), für den ein eigenes Gerüst nötig ist, könnte noch warten, die Konservierung der Skulpturen auch.

Hier kommt der Bürgersinn ins Spiel, der die seit Jahrzehnten aktiven Männer vom Freundeskreis nie im Stich gelassen hat. Für die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Außenbau mit Dach und Turm haben sie gut eine Million Euro erbettelt, auch von Nicht-Katholiken und von außerhalb der Gemeinde. Es war stets die Voraussetzung für Zuschüsse vom Land, Denkmalamt und Bistum.

„Paten gesucht“ könnte eine neue Spendenaktion überschrieben werden. Paten für die Konservierung jeweils einer Skulptur, die zurzeit alle im Kirchenmuseum zwischengelagert sind. Was das im einzelnen kostet, wissen die Kirchenmänner genau. Preisgünstig etwa die Figur der Mutter Gottes, für 210 Euro kann sie gerettet werden. Der Hl. Josef und der Hl. Antonius kosten um die 900 Euro, Der Hl. Nepomuk von 1760, eine der wertvollsten Figuren, 2860 Euro. Wenn sich Spender spontan melden, können die Arbeiten sofort ausgeführt werden.

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