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Ein unverwechselbarer Sound

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Die legendäre Horex wurde früher in Bad Homburg gebaut.
Die legendäre Horex wurde früher in Bad Homburg gebaut. © Müller

Beim Horextreffen in Burgholzhausen werden Preise für Fahrer und Motorräder vergeben. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland.

Von Jonathan Vorrath

Unter lautem Beifall rollt Gerhard Müller mit seiner Horex Solo auf den Platz vor dem Festzelt. Der verchromte Tank, eine Markenzeichen der Motorradlegende, strahlt in der Sonne. Der satte Sound des Viertakters verzückte am vergangenen Wochenende die umstehenden Motorradfans und Besucher des 37. Horextreffens vor der Grundschule.

„Fünfzig Teilnehmer mit ihren Maschinen aus dem gesamten Bundesgebiet sind gekommen. Das sind zwar etwas weniger als in den letzen Jahren, aber die Stimmung ist auch wegen des tollen Wetters großartig“, findet Ausrichterin Petra Hock vom Motorsportclub Bad Homburg. Die Bedingungen seien hier in Burgholzhausen einfach ideal für das dreitägige Motorradevent, schwärmt sie. Zum fünfzehnten Mal ist man in Burgholzhausen, nachdem man das Treffen von Bad Homburg hierher verlegt hat.

„Die Teilnehmer können auf der nahen Wiese zelten oder es sich in der Turnhalle der Schule bequem machen. Außerdem sind die nächsten Nachbarn ein ganzes Stück weg, sodass sich niemand vom lauten Rahmenprogramm mit Musik und natürlich Motorengetöse gestört fühlt“, sagt Hock.

Der Höhepunkt jedes Treffens ist die Fahrerpräsentation. Professionell anmoderiert zeigt jeder Teilnehmer, was in ihm und seiner Maschine steckt. „Das ist immer sehr lustig, weil es nicht nur auf die Motorräder, sondern auch auf die Ansprache der Fahrer ankommt. Da fällt schon der ein oder andere witzige Spruch“, so Hock. Am Ende gibt es in vielen verschiedenen Kategorien Preise zu gewinnen, die nach dem Beifall der Zuschauer vergeben werden.

Gerhard Müller konnte in diesem Jahr die Fahrerpräsentation für sich entscheiden. Außerdem wurden auch das schönste Gespann, der älteste (82) und der jüngste Fahrer (21 Jahre) sowie die älteste Horex – Baujahr 1930 – mit Preisen bedacht.

Das Horextreffen hat wieder einmal die Begeisterung für eine der traditionsreichsten deutschen Motorradmarken gezeigt. Bis 1960 wurden die schwarz-silber-roten Viertaktmaschinen mit ihrem unverwechselbaren Sound in Bad Homburg gebaut. Dann wurde das Unternehmen von Daimler-Benz übernommen und aufgelöst. Am ehemaligen Güterbahnhof soll nun ein kleines Museum mit eigener „Horexstraße“ entstehen. Daran wollte in Burgholzhausen aber noch niemand so recht glauben. „Das ist schon sehr lange im Gespräch. Getan hat sich aber noch nichts. Am besten wäre es gewesen, das alte Fabrikgebäude für eine Ausstellung zu nutzen, aber das wurde leider abgerissen“, sagt Petra Hock.

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