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Aziz und Hans-Jürgen Matzner sind ein gutes Team.
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Aziz und Hans-Jürgen Matzner sind ein gutes Team.

Bad Homburg

Unterstützung für kranke Kinder

  • Anna Grösch
    vonAnna Grösch
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Neuer ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst im Taunus.

Menschen beim Sterben zu begleiten ist schwer – schwerer noch, wenn Kinder betroffen sind. Für Familien kann dabei die Unterstützung durch ein Hospiz eine große Unterstützung sein. In Bad Homburg gibt es nun einen neuen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, getragen vom Deutschen Kinderhospizverein. Der Standort Bad Homburg ist der jüngste der 30 Standorte in ganz Deutschland und bietet in der Stadt und im Taunus Unterstützung durch Ehrenamtliche an.

Hospizarbeit mit Kindern ist anders, als man sich das vielleicht vorstellt. „Wir sehen die Familie als Gesamtsystem“, erklärt Angela Reither-Möschter, die die Arbeit im Taunus koordiniert. „Wir gehen mit dem kranken Kind spazieren oder lesen vor – es kommt darauf an, wie es dem Kind geht. Aber wir unterstützen auch Geschwister und Eltern.“ Es gehe darum zu schauen, was die Familie brauche und wie man sie entlasten könnte. Das geschieht hauptsächlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, die auf diese Arbeit vorbereitet werden. Der Hospizverein ist kein Pflegedienst. „Bei uns geht es sehr viel um Lebensbegleitung.“ Mitmachen können alle, die ein einwandfreies Führungszeugnis haben. Allerdings müssen die Ehrenamtlichen zuerst einen 100-stündigen Vorbereitungskurs absolvieren.

Die Begleitung der Familien findet hauptsächlich zu Hause statt. Es ist nicht immer einfach für die Mitarbeiter, wie Reither-Möschter erzählt. „Nähe und Distanz sind immer ein Thema. Natürlich soll man mitfühlen, aber eben nicht mitleiden.“

Da das Hospizteam auch Menschen in lebensbedrohlichen Situationen begleitet, gibt es aber auch Wendungen zum Guten. „Bei einer Krebserkrankung gibt es beispielsweise Möglichkeiten zur Heilung. Aber auch dann kann man sich an uns wenden. Wenn man aus einer Familie `rausgeht und das Kind ist gesund, ist das natürlich das Schönste für uns.“

Warum engagieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins freiwillig für diese Aufgabe? „Viele Menschen, die bei uns arbeiten, möchten etwas zurückgeben. Außerdem ist es auch einfach die Freude an der Arbeit mit Kindern. Sie geben einem immer etwas zurück, auch wenn sie krank sind.“ Die Kinder hätten nicht etwa ständig den Tod vor Augen, sondern seien auch ganz normale Kinder, sagt Reither-Möschter. „Sie wollen einfach spielen und Quatsch machen.“

Die Räume des Vereins im Gluckensteinweg 93 sollen Familien in Zukunft auch für Treffen zur Verfügung stehen, wenn sich die Corona-Lage gebessert hat. In Frankfurt gibt es den Kinderhospizverein schon seit mehreren Jahren. Die Arbeit im Taunus soll sich nun erst einmal entwickeln, der Verein finanziert sich durch Spenden und die Zuwendungen der Krankenkassen.

Kontakt: Wer im Kinder- und Jugendhospizdienst mitarbeiten möchte, kann sich unter der Mailadresse taunus@deutscher-kinderhospizverein.de melden.

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