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Die Unterführung kommt

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Von: Jürgen Streicher

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Im März soll es endlich losgehen, zumindest mit der Unterführung nach Bommersheim. Die schriftliche Genehmigung ist jetzt da. Von Jürgen Streicher

Beim Bau der Personenunterführung Ost (PU-Ost) steht die Stadt unter Zeitdruck, denn zumindest dieses Bahnhofsprojekt soll bis zum Hessentag im Juni 2011 verwirklicht sein. Jetzt stehen die Zeichen dafür gut. Am Dienstag vergangener Woche kam die schriftliche Genehmigung der obersten Bahnbehörde, im März sollen die Bagger am Bahnhof anrollen. "Der Zeitplan steht", sagte gestern Stadtplanungschef Arnold Richter.

Mit der PU-Ost auf der Ostseite des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes entsteht eine sechs Meter breite Unterführung vom Vorplatz zur Lenaustraße in Bommersheim mit Zugang zum Mittelbahnsteig. Vorgesehen sind breite Rampen, damit sich Fußgänger und Radfahrer nicht ins Gehege kommen. Erstmals wird der Mittelbahnsteig der S-Bahn für Reisende barrierefrei zugänglich sein. Die PU-Ost wird mehr als fünf Millionen Euro kosten, die Stadt bekommt laut Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) einen "überraschend hohen Zuschuss" vom Land, voraussichtlich drei Millionen Euro.

Nach Jahrzehnten der Planung und des Verwerfens von Plänen beginnt mit dem Bau der PU-Ost die Bahnhofsneugestaltung.Vom Tisch ist auch der Einwand einer Bürgerinitiative, die auf Einhaltung des Lärmschutzes gemäß des bisher gültigen Bebauungsplanes geklagt hatte.

Im Bereich der Vorfahrtsstraße am Bahnhof beginnen die Arbeiten bereits am 1. Februar mit der Verlegung eines neuen Kanals für die zukünftige Entwässerung des gesamten Areals. Wenig später wird den Pendlern der bisherige "wilde" P + R-Platz auf der Ostseite des Bahnhofs genommen, wenn die Vorarbeiten für den Durchbruch nach Bommersheim unter den Schienen beginnen. Im Mai etwa droht dem Schienenverkehr die erste kurzfristige Sperrung, wenn eine Behelfsbrücke aufgebaut werden muss.

Barrierefreie Bahnsteige

Anfang März steigt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit der Umgestaltung des U-Bahnhofs in das Großprojekt ein. Die Station wird wie alle anderen im Stadtgebiet durch Anheben der Bahnsteige barrierefrei ausgebaut und bekommt ein neues Design. Die Bahnsteige werden verlängert, damit auch Drei-Wagen-Züge dort halten können. Kalkuliert wird mit einer Bauzeit von etwa fünf Monaten.

Noch spekulativ ist der Baubeginn im Bahnhofsgebäude. Brum nennt als Zeitraum das "erste Halbjahr". Erste Mietverträge seien bereits geschlossen, mit einem Frankfurter Unternehmer, der "gehobene Gastronomie" plant, und mit einer Tanzschule. Der Bauantrag soll noch diese Woche im Rathaus eingereicht werden. Hierbei setzt allerdings nicht der Hessentag das Zeitlimit. Das gelte auch für die zukünftige Anbindung der Nassauer Straße sowie die Gestaltung des zukünftigen Busbahnhofs.

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