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"Unsere Kita ist kein Club Med"

Einrichtung im Camp King verteidigt die Schließung der Waldgruppe

Von Anton J. Seib

Monatelang schwelte der Zwist über das Aus der Waldgruppe der Kita im Camp King intern, jetzt wird die Auseinandersetzung öffentlich ausgetragen - und das in zunehmend schärferem Ton. Gestern reagierten Kita-Leitung und der Träger, der Verein zur Förderung der Integration Behinderter (VzF), auf die Kritik der Eltern vergangene Woche in der FR. Sie hatten beklagt, ein pädagogisch wertvolles Konzept sei an der "unflexiblen und unprofessionellen VzF-Führung" gescheitert.

"Unsere Einrichtung wird von einigen Eltern schlecht gemacht", klagte gestern Kita-Leiterin Petra Tews gegenüber Journalisten. Zehn Eltern hätten die Anmeldung für ihre Kinder zurückgezogen, weil die Einrichtung ins Gerede gekommen sei, so VzF-Geschäftsführer Bernd Hruby. Einige schickten ihre Kinder deswegen in die Kita am Park.

"Das Vertrauensverhältnis ist gestört", sagt Leiterin Tews. Sie ist verärgert, dass einige der Waldgruppen-Eltern die Auseinandersetzung in die Öffentlichkeit getragen haben, zu einem Gespräch mit dem Verein aber bis heute nicht bereit seien. Hruby bezeichnet dieses Verhalten als "vereinsschädigend. Schließlich sind wir auf Spenden angewiesen".

Hruby und Tews weisen den Vorwurf zurück, die Kita gebe die Waldpädagogik auf. Man sei bereit gewesen, das Vormittagsangebot weiter aufrecht zu erhalten. Allerdings seien die Eltern ihrerseits mit einem umfangreichen Forderungskatalog gekommen. Der habe gereicht von einer besonderen Nachmittagsgruppe für die Waldkinder in der Kita mit ihren gewohnten Betreuerinnen bis hin zum Bau einer neuen Hütte im Wald. "Das war finanziell und organisatorisch nicht mehr zu machen", so die Kita-Leiterin. VzF-Geschäftsführer Hruby wird deutlicher: "Wir haben hier nachmittags keinen Club Med. Wir müssen uns um behinderte Kinder kümmern, das ist die Grundlage unseres Vereins."

Die 20 "Waldfüchse" werden nach den Sommerferien wie die anderen rund 120 Jungen und Mädchen in der Kita betreut. Platz ist für sie nach dem Bau eines zweiten Gebäudes vorhanden. Die Waldgruppe war 2000 gegründet worden, auch, weil die neue Kita damals zu wenig Gruppenplätze hatte.

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