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Hochtaunus

Unbefristete Kita-Streiks drohen

Städte und Gemeinden bereiten sich auf einen langen Streik der Erzieher vor. In Bad Homburg sind Plätze für Härtefälle vorgesehen.

Von Andre Herzig

In der kommenden Woche wird die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zur Urabstimmung aufrufen. Sollten drei Viertel der Mitglieder es befürworten, könnte ab Anfang Mai womöglich unbefristet gestreikt werden. Eine Einigung mit den Arbeitgebern hatte es auch nach der letzten Verhandlungsrunde am Montag nicht gegeben.

Auch wenn sie noch keine Daten und Details kennen, bereiten sich die Städte und Gemeinden als Träger der meisten Kindergärten, Horte und Krippen bereits auf den Streik vor. Zumindest theoretisch, denn offiziell wissen die Vorgesetzten der Erzieherinnen und Erzieher nicht einmal, wer bei Verdi Mitglied ist. Denn das müssen die Angestellten dem Arbeitgeber nicht mitteilen.

Bei einem Warnstreik machen oft auch Mitarbeiter mit, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Bei einem längerfristigen Streik kann das anders aussehen, sagt Marcus Muth, stellvertretender Personalleiter in Friedrichsdorf. Nur Gewerkschaftsmitglieder haben nämlich auch Anspruch auf Ausgleichszahlungen aus der Streikkasse.

Elf Einrichtungen könnten am Ort bestreikt werden. Natürlich, so Muth, werde man versuchen, die Kitas so lange wie möglich offen zu halten. Gehen aber zu viele Erzieherinnen in den Ausstand, muss die Einrichtung laut Muth geschlossen werden, weil eine Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet werden kann.

In Friedrichsdorf wird es einen Krisenstab geben, sagt Sozialamtsleiter Klaus Holländer, ob ein Notdienst angeboten werden kann, werde man sehen. Am besten sei es immer, sich bei den Kitas vor Ort zu informieren, natürlich steht bei einem längeren Streik auch das Jugend- und Sozialamt im Rathaus als Ansprechpartner bereit.

Die Eltern den 18 städtischen Kitas in Bad Homburg müssen sich ebenfalls auf Einschränkungen gefasst machen, sagt Stadtsprecher Andreas Möring. Es werde Angebote für Härtefälle geben, sagt Möring. Was ein Härtefall sei, stehe jedoch noch nicht fest. „Wir werden uns bemühen“, sagt er mit Blick auf die Probleme der Eltern. Diese seien allerdings auch selbst gefragt, ihre eigenen Netzwerke zur Kinderbetreuung zu nutzen.

Auch in Oberursel mit sieben städtischen Einrichtungen arbeitet man intern bereits an einem Konzept für den Streik-Fall.

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