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Meinhard Matern
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Meinhard Matern

Bürgermeisterwahl

Der Überraschungskandidat

Um das seit Jahren vakante Bürgermeisteramt streiten zwei Kandidaten. Nach Karl Heinz Krug (SPD) hat jetzt auch Meinhard Matern seine Kandidatur bekanntgegeben.

Von Anton J. Seib

Der 58-jährige Leiter des Fachbereichs Finanzen im Bad Homburger Rathaus ist CDU-Mitglied, tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Die Union hat bereits angekündigt, Matern unterstützen zu wollen. Sein Konkurrent Krug tritt für das Minderheitsbündnis von Grünen, SPD, NHU und BLB an, dem im Stadtparlament eine Stimme zur Mehrheit fehlt. Der neue Bürgermeister wird am 25. August gewählt.

Matern begründet seine Kandidatur mit der sehr schwierigen Haushaltslage. „Wir sind mit einem Haushaltssicherungskonzept konfrontiert, die Finanzplanung verheißt nichts Gutes. Deshalb habe ich beschlossen, meine Fähigkeiten in entscheidender Position zur Verfügung zu stellen. Ich bin froh über jeden, der mich unterstützt.“

Der 58-Jährige rechnet sich gute Wahlchancen aus, auch wegen der unklaren Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament. Gleichwohl bleibe ein Restrisiko. Sollte sich Krug durchsetzen, hätte das Bündnis die Probe bestanden, sagte er gestern im FR-Gespräch.

Matern, der in zweiter Ehe verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes ist, gilt als ausgewiesener Finanzfachmann. Seinen Arbeitsplatz hat Matern seit dem 1. September 1968 im Bad Homburger Rathaus. Nach einer Verwaltungslehre schlug er die gehobene Beamtenlaufbahn ein, arbeitete in der Kämmerei und der Wirtschaftsförderung, ehe er zunächst 1985 Kämmereileiter und 1999 Fachbereichsleiter Finanzen wurde.

Der CDU gehört der 58-jährige Vater eines erwachsenen Sohnes seit 1978 an, allerdings als einfaches Mitglied ohne Ämter. Allerdings zeigte sich die Union gestern froh über Materns Kandidatur. Für ihn sprächen seine erfolgreiche Arbeit, seine Erfahrung, sein hohes Ansehen in Verwaltung und Stadtparlament und seine freundliche, sachliche und ausgleichende Art, so die CDU-Spitze in einer Erklärung. Auch sei Matern über die Grenzen der Stadt gut vernetzt.

In mehreren Anläufen war es der früheren schwarz-gelben Koalition nicht gelungen, einen CDU-Politiker zum Bürgermeister zu küren. Stets fehlten Stimmen aus dem eigenen Lager. Jetzt verfügt weder das neue Bündnis (24 Sitze) noch die frühere Koalition über eine Mehrheit (23). Zum Zünglein an der Waage im Stadtparlament könnten die beiden Abgeordneten ohne Fraktionsstatus werden, Steffen Etzel (Linkspartei) und Sascha Palivec (Republikaner).

Matern kündigte seine Bereitschaft zu Gesprächen mit allen Stadtverordneten an. Krug will mit „den Fraktionen“ reden. Ein Treffen mit Etzel stehe dagegen „nicht ganz oben auf der Liste“.

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