Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beliebt für das Ja-Wort: das Kaiser-Wilhelms-Bad.
+
Beliebt für das Ja-Wort: das Kaiser-Wilhelms-Bad.

Bad Homburg

Trautermine im Schloss ausgebucht

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
    schließen

Rekordwert bei den Geburten, mehr Hochzeiten als im Durchschnitt, eine gestiegene Zahl an Einbürgerungen: Das Bad Homburger Standesamt zieht für das Jahr 2014 eine positive Bilanz. Auch für 2015 sind schon 40 Prozent aller Hochzeitstermine belegt.

Wer dachte, das Standesamt sei nur für Hochzeiten zuständig, den belehrt Amtsleiter Peter Lorenzen eines Besseren. Die Liste der Aufgaben umfasst etwa zwei Dutzend Punkte, von der Eintragung in Personenstandsregister bis zu Vornamensänderungen. Im Zentrum stehen aber die klassischen Bereiche: Hochzeiten, Geburten, Sterbefälle und Einbürgerungen. Peter Lorenzen und Bürgermeister Karl Heinz Krug zogen jetzt Bilanz für das vergangene Jahr.

Beide sind sich einig: Sie ist erfolgreich. Wie immer bei Bilanzen, machen sie es an Zahlen fest. Zum Beispiel bei den Hochzeiten. Waren es in den vergangenen Jahren durchschnittlich 265 Paare, die sich in der Kurstadt trauen ließen, traten 2014 exakt 274 Paare vor den Standesbeamten. Vom Rekordwert aus dem Jahre 1999 ist Bad Homburg damit allerdings noch weit entfernt. Damals waren es 365 Hochzeiten. Alleine 37 davon entfielen seinerzeit auf den 9.9., wie sich Karl Heinz Krug erinnert.

Bemühung um mehr Einbürgerungen

Hochzeiten können mittlerweile in drei Lokalitäten stattfinden. Neben dem Kaiser-Wilhelms-Bad und dem eigentlichen Standesamt am Schulberg steht seit dem Juli auch das Bad Homburger Schloss zur Verfügung. Dort sind für das aktuelle Jahr jedoch bereits alle Termine belegt. „Wir versuchen aber derzeit, noch weitere auszuhandeln“, erklärt Peter Lorenzen.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der in Bad Homburg beurkundeten Geburten. Darunter fallen alle in Bad Homburg zur Welt gekommenen Kinder, ganz gleich, wo die Familie zum Zeitpunkt der Geburt wohnt. Nur etwa ein Viertel der 1363 ausgestellten Urkunden ging an Bad Homburger Familien. Einen Grund für diesen Rekordwert sieht Bürgermeister Krug im Neubau der Hochtaunus-Kliniken, durch den auch auswärtige Familien in höherem Maß nach Bad Homburg kommen, um ihre Kinder hier zur Welt zu bringen.

Was die Sterbefälle betrifft, so verzeichnet die Statistik ebenfalls eine Steigerung: Genau 811 Sterbefälle wurden im vergangenen Jahr in Bad Homburg registriert. Dabei gilt auch: Erfasst werden alle in Bad Homburg verstorbenen Menschen, darunter beispielsweise auch Unfallopfer auf der zur Gemarkung gehörenden Autobahn. Rund 400 der Verstorbenen waren Bad Homburger Bürger.

Wer nun allerdings schlussfolgert, bei etwa 340 Neugeborenen und 400 Verstorbenen sei von einem Bevölkerungsrückgang auszugehen, liegt falsch. „Es gab ja auch Kinder von Bad Homburger Familien, die in anderen Städten geboren wurden“, erläutert Bürgermeister Krug. Alles in allem seien die Zahlen daher ausgeglichen.

Gestiegen ist die Zahl der Einbürgerungen. Menschen also, die die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben. Darunter sind Menschen, berichtet Krug, die etwa erst seit drei Jahren in Deutschland leben. Er weiß aber auch von einer Frau zu berichten, die sich nach 50 Jahren entschieden hat, Deutsche zu werden.

Mehrfach im Jahr organisiert das Standesamt Einbürgerungsfeiern. Diese seien mittlerweile „zu einer guten Tradition geworden“, sagt Krug. Nicht nur die eingebürgerten Menschen kämen zu den Veranstaltungen, sondern auch deren Angehörige. Nach dem Vorbild der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen will die Stadt die Bemühungen um Einbürgerungen verstärken. Eine Kampagne sei im Haushalt der Stadt schon vorgesehen. Und Gespräche mit der Stadt Frankfurt habe es schon gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare