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125 Tonnen CO 2 gespart

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Sieben Unternehmen aus Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg und Usingen haben sich an der fünften Runde des Projekts "Ökoprofit" beteiligt.

Von Martina Propson-Hauck

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Rund 125 Tonnen des Ozonschicht-Killers Kohlendioxid weniger werden nun pro Jahr in die Atmosphäre entlassen. Sieben Unternehmen aus Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg und Usingen haben sich an der fünften Runde des Projekts "Ökoprofit" beteiligt. Gestern trafen sie sich in Bad Homburg und stellten in einer Art Zwischenbilanz vor, was sie dafür getan haben, um künftig 150000 Kilowattstunden Strom und 1150000 Kilowattstunden Erdgas weniger zu verbrauchen.

Geräte ausschalten bringt viel

Zum Beispiel Spang&Brands: Das Unternehmen aus Friedrichsdorf stellt Kunststofftechnik für die Medizin her. Neu eingebaute Stromzähler brachten in dem Werk an den Tag, dass auch an verlängerten Wochenenden und während der zweiwöchigen Betriebsferien noch viel zu viel Strom verbraucht wird, obwohl da eigentlich alle Maschinen stillstehen. Der Grund dafür war, so berichtete Volkmar Rolli von der Friedrichsdorfer Firma, dass die Mitarbeiter nicht alle Maschinen und Computer vollständig heruntergefahren hatten.

Konsequenz: Angeschafft wurden Abschaltleisten, die Mitarbeiter aufgefordert, jeden einzelnen Rechner auch wirklich herunterzufahren. Und siehe da - 10000 Euro pro Jahr spart der Betrieb jetzt. Die nötigen Strommessgeräte haben nur ein Viertel dessen gekostet, was nun jährlich eingespart wird. Zudem wurden Neonlampen gegen Energiesparleuchten ausgetauscht. "Was wir zu Hause alle machen, wird im Betrieb oft nicht umgesetzt", hat Volkmar Rolli von Spang&Brands beobachtet.

In ganz Deutschland beteiligen sich mehr als 17000 Betriebe in 90 Städten an dem Projekt "Ökoprofit", bei dem Umwelt und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Im Hochtaunuskreis sind die genannten fünf Kommunen beteiligt. Rund ein Drittel der Kosten für das Beratungsunternehmen, das die teilnehmenden Betriebe mit Ideen unterstützt, bestreiten die Kommunen. Die Firmen zahlen zwischen 2500 und 4500 Euro für ein Jahr Beratung mit monatlichen Treffen.

"Es wird allerdings immer schwieriger, Unternehmen zu finden, die mitmachen wollen", sagt Holger Fröhlich von der Abteilung Umweltplanung der Stadt Bad Homburg. "Ökoprofit" soll im Herbst in die fünfte Runde gehen. Unternehmen, die sich an Ökoprofit beteiligen wollen, können sich an die Verwaltungen der genannten Städte wenden oder direkt an das begleitende Beratungsunternehmen Arqum, Telefon 069 / 60607331.

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