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Thorsten Schorr gewinnt

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Thorsten Schorr (r.) ist neuer Kämmerer von Oberursel. Es gratulieren (v.l): Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Schorrs Vorgänger Josef Gab (CDU).
Thorsten Schorr (r.) ist neuer Kämmerer von Oberursel. Es gratulieren (v.l): Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und Schorrs Vorgänger Josef Gab (CDU). © FR/Müller

Der Vorsitzende der Oberurseler CDU wird neuer Kämmerer der Brunnenstadt. Aber auch Gegenkandidat Schiedermeier kann punkten. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Wie erwartet wurde Thorsten Schorr (CDU) am Mittwochabend zum Kämmerer von Oberursel gewählt. Der 40-jährige Bankfachwirt wird Nachfolger von Josef Gab (CDU), dessen Amtszeit am 30. September endet. Schorr erhielt 25 Stimmen der CDU/FDP-Koalition und der OBG. Für seinen Herausforderer, den 42 Jahre alten Bundesbankdirektor Michael Schiedermeier (SPD), stimmten 18 Stadtverordnete. Ein Stadtverordneter stimmte mit Nein.

Schorr sprach nach seiner Wahl von einem "überzeugenden Ergebnis", das ihn ermutige und Verpflichtung zugleich sei. Schorr: "Ich freue mich auf die Herausforderung."

In der Debatte hatten Sprecher von CDU, FDP und OBG Schorr eine hohe Sachkompetenz attestiert. Zudem sei er in Oberursel verwurzelt. "Er ist ein herausragender Kommunikator, kennt die Oberurseler und ist erfahren in der Politik", so CDU-Fraktionschef Jens Uhlig.

Furcht vor einer Unwucht

Von "zwei guten Kandidaten" sprach der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Ruppert. Für Schorr sprächen aber auch politische Gründe. Ruppert sagte, die bürgerliche Mehrheit müsse im Magistrat vertreten sein und warnte angesichts der Konstellation im hauptamtlichen Magistrat vor einer "Unwucht". Schorr ist neben Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) und dem Ersten Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) einziges hauptamtliches Mitglied.

Auch Christoph Müllerleile (OBG) nannte politische Gründe für die Entscheidung zugunsten Schorrs. "Die stärkste Fraktion muss im Magistrat vertreten sein." Zudem sei Schorr lokal verwurzelt. Der OBG-Fraktionschef hob aber hervor, dass zwei "angenehme und unabhängige Kandidaten" zur Wahl stünden.

SPD-Fraktionschef Eggert Winter räumte ein, Schiedermeier sei "sicher ein spröderer Typ" als Schorr, er bringe aber alle Voraussetzungen für das Amt mit und könne es als "neutraler Sachwalter" führen.

Für die Grünen, die ursprünglich gegen eine Nachfolgeregelung vor der Kommunalwahl im nächsten Jahr waren, empfahl Fraktionsvorsitzender Christof Fink den Kandidat Schiedermeier als sehr fachkundig und als einen Politiker, der in vielem den Grünen nahestehe. Bei Schorr fehlten Fink Zukunftsperspektiven.

Vor der Debatte hatten sich beide Kandidaten vorgestellt. Schorr, in Oberursel aufgewachsen, hob auf sein langes Engagement in Vereinen und Politik ab. Jetzt wolle er sein Hobby zum Beruf machen.

Der gebürtige Regensburger Schiedermeier legte den Schwerpunkt auf seine berufliche Qualifikation und betonte, seine Kandidatur nicht als Karrieresprungbrett zu begreifen: "Das ist keine Durchgangsstation auf einer kommunalpolitischen Reise , die mich woanders hinführen soll".

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