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Teures Kurstift

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Die neue Leitung des Bad Homburger Kurstifts hat das Defizit deutlich reduziert. Dennoch muss die Stadt für die Einrichtung für "betagte Betuchte" noch jahrelang alimentieren.

In seiner Haushaltsrede hat Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) am Donnerstag im Parlament die bereits öffentlich vorgestellten Eckdaten des städtischen Budgets für 2011 erläutert. Der Haushalt schließt mit einem Defizit von knapp 19 Millionen Euro ab, die aus den Rücklagen gedeckt werden. Investitionen sind trotzdem in Höhe von fast 60 Millionen Euro geplant. Gebührenerhöhungen oder Streichung von freiwillgen Leistungen sind nicht vorgesehen.

Korwisi kritisierte den „Wortbruch“ des ehemaligen hessischen Sozialministers Jürgen Banzer (CDU). Er habe den Kommunen versprochen, den geforderten höheren Personalschlüssel für Kitas finanziell zu unterstützen. Nun aber blieben die Städte allein auf den Kosten sitzen. Bad Homburg klagt deswegen zusammen mit weiteren Städten.

Der OB kündigte an, dass eine weitere Million Euro für das Kurstift in den Haushalt aufgenommen wird. Seit einem Jahr wird unter neuer Geschäftsführung die Sanierung von Haus und Finanzen betrieben. Zuvor hatte der städtische Defizitausgleich 1,7 Millionen Euro betragen. „Wir werden das Kurstift aber wohl noch vier Jahre lang weiter unterstützen müssen, sagte Stadtrat Manfred Falkenmeier. Ziel sei der Erhalt der Einrichtung für „betagte Betuchte“. ( prop)

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