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Teurer wohnen

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Von: Andrea Herzig

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Die Besitzer von besonders teuren Wohnlagen in Bad Homburg können sich freuen. Nach der neuen Bodenrichtwertkarte für die Stadt sind ihre Grundstücke in den vergangenen zwei Jahren noch wertvoller geworden.

Es sind gute Nachrichten für die Besitzer von besonders teuren Wohnlagen in Bad Homburg: Ihre Grundstücke sind in den vergangenen zwei Jahren noch wertvoller geworden. Die Auswertung der abgeschlossenen Kaufverträge zeigt diese Steigerung. Ein Plus von 15 Prozent ist da bei den besonders exklusiven Ecken in der Stadt notiert.

Wo es also eh schon teuer war, spielt Geld offenbar keine Rolle. Dieser Interpretation der Zahlen stimmen die beiden Fachleute, Stefan Wegfahrt und Michael Stauder, zu. Stefan Wegfahrt ist seit kurzem ehrenamtlicher Vorsitzender des Gutachterausschusses für die Immobilienwerte in Bad Homburg. Michael Stauder ist für die Stadt der Leiter der Geschäftsstelle des Ausschlusses. Dieser hat jetzt die neue Bodenrichtwertkarte für Bad Homburg herausgegeben.

Darin ist genau und detailliert aufgeschlüsselt und belegt, was niemanden überrascht: Die Stadt rangiert weiter ganz oben auf der Liste der gefragten Wohn- und auch Anlageorte im Rhein-Main-Gebiet. Der Gutachterausschuss stellt eine Steigerung der Preise für Wohnbauland im Stadtgebiet von fünf bis 15 Prozent fest, wobei die Preissteigerung im „unteren“ Segment stagniere, wie die Fachmänner erläutern, nur nach oben sei offenbar immer noch Luft. Solche Spitzenlagen werden auch als Investment gesehen, erklärt Stauder.

Bei den Gewerbelagen habe sich nicht viel verändert, erklärt der Fachmann weiter, selbst Toppreise wie 1850 Euro pro Quadratmeter in der Louisenstraße, der Toplage in der Innenstadt, hätten sich nicht verändert. Rund 700 Grundstücke werden in der Stadt pro Jahr gekauft. Etwa Zwei Drittel der Käufer sind Zugezogene, ein Drittel Einheimische. Auffällig sei, dass manche Stadtteile, zum Beispiel Kirdorf, eher in einheimischer Hand blieben als andere.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes macht sich Gedanken um Immobilien in der Louisenstraße. Die Leerstände werden häufiger, weil Eigentümer eine zu hohe Miete aufriefen. Er hofft auf ein Umdenken der Vermieter und mehr umsatzabhängige Mieten.

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