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Fragen über Fragen, der Staat will so ziemlich alles über seine Bürger wissen.
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Fragen über Fragen, der Staat will so ziemlich alles über seine Bürger wissen.

Volkszählung im Taunus

Teurer Datenhunger

Rund 30000 Männer und Frauen im Hochtaunuskreis müssen demnächst so ziemlich alles aus ihrem Privatleben preisgeben. Sie wurden per Zufallsprinzip für die Volkszählung ausgewählt, Zensus 2011 genannt.

Von Anton J. Seib

Wer dabei ist, wird in diesen Tagen per Postkarte darüber informiert. Vom 9. Mai an sind in den Kommunen 360 Interviewer unterwegs, um die Daten bei den ausgewählten Bürgern zu erheben.

Zehn Seiten stark ist der Fragebogen, und der Datenhunger ist groß. 46 Fragen müssen die Leute beantworten. Alter, Geschlecht, Beruf, Schulabschluss, berufliche Tätigkeit samt Branche und Herkunft müssen angegeben werden. Ferner wollen die Interviewer wissen, ob ihr Gegenüber verheiratet, auch gleichgeschlechtlich, ledig oder geschieden ist. Kneifen gilt nicht. „Wer Antworten verweigert, muss mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen“, so Simone Klamt von der Pressestelle des Hochtaunuskreises.

Die Kreisverwaltung koordiniert den Zensus für zwölf Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis. Lediglich Bad Homburg mit seinen über 50000 Einwohnern organisiert die Zählung selbst.

Die Stadt hat eigens eine Zensusstelle eingerichtet, die seit eineinhalb Jahren mit der Vorbereitung beschäftigt ist. 153000 Euro Landeszuschuss stehen der Stadt Bad Homburg zur Verfügung. „Das Geld reicht gerade für die Personalkosten“, sagt Magistratssprecher Andreas Möring. Das Büro und die Sachkosten seien noch nicht eingerechnet. 415000 Euro hat das Land dem Kreis zur Verfügung gestellt, ob das Geld reicht, steht noch nicht fest. Da in zahlreichen Kommunen das Geld bei weitem nicht genügt, haben die kommunalen Spitzenverbände und das Land eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um zu prüfen, wie die Mehrkosten aufgefangen werden.

Keine Probleme gibt es mit der Rekrutierung der Interviewer. 300 Zähler sind für die Kreisverwaltung, 60 für die Stadt unterwegs. Es steht zudem eine Reserve bereit. Die Interviewer müssen sich identifizieren; wer Zweifel hat, kann sich bei den Erhebungsstellen rückversichern.

Die Erhebungsstelle der Stadt ist erreichbar unter Telefon 06172/89603300, die des Kreises unter Telefon 06172/9999611.

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