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Tennis zum Sonderpreis für Kinder

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Die Stadt Oberursel kooperiert beim Hallenbau mit der Alten Leipziger und einem privaten Betreiber. Der Neubau soll den Verlust des TBO-Sportzentrums an der Mainstraße ausgleichen.

Die Tennisanlage der Alten Leipziger Versicherung (AL) soll um zwei Hallenplätze und vier Badminton-Plätze erweitert werden. Kooperationspartner der AL und des privaten Pächterteams ist die Stadt, die den Bau mit 500.000 Euro subventioniert. Die Baugenehmigung seitens der Bauaufsicht liegt vor, jetzt fehlt nur noch die Unterschrift unter der Nutzungsvereinbarung.

Um ihre Investition langfristig zu sichern, will die Stadt eine Nutzungsvereinbarung über 20 Jahre abschließen. Diese verpflichtet das Unternehmen, den Oberurseler Tennisvereinen für das Kinder- und Jugendtraining in den nächsten 20 Jahren einen Preisnachlass von 30 Prozent auf die jeweiligen Gebühren für die Nutzung der Plätze zu gewähren. Kostenfrei soll die Nutzung in der Sommersaison bei schlechtem Wetter je nach Verfügbarkeit von freien Plätzen sein.

Der Neubau soll den Verlust des TBO-Sportzentrums an der Mainstraße ausgleichen. Die privat betriebene Tennis- und Badmintonhalle muss dem geplanten Neubau der Hans-Thoma-Schule für Lernbehinderte weichen. Die bisherigen Pächter Wolfgang Bick und Heiko Schwarzer sollen in Absprache mit der AL das erweiterte Tenniszentrum in der Oberstedter Straße betreiben. Dort stehen nach dem Umbau sechs Tennis- und vier Badmintonfelder zur Verfügung. Geplant ist auch eine Minigolfanlage. Die frühere Gaststätte "Return" ist bereits saniert und wird von einem neuen Pächter als "Casa Primavera" betrieben.

Die Stadt will mit ihrem Beitrag die Trainingsmöglichkeiten von fünf Tennisvereinen mit rund 1500 Sportlern, darunter 400 Kinder und Jugendliche, für die Zukunft sichern, so Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) zur Kooperation von Stadt, Unternehmen und privatem Betreiber. Die Clubs verfügen zwar über eigene Sportanlagen mit Freiplätzen, sind in der Wintersaison aber auf die knappen Hallenplätze in privaten Anlagen angewiesen. Eine eigene Halle zu bauen, wäre der Stadt zu teuer, sie würde mit sechs Plätzen laut Brum mindestens 2,5 Millionen Euro kosten.

An der Mainstraße wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres gespielt. Der Architektenwettbewerb für den Schulneubau ist für dieses Jahr geplant, Baubeginn soll im Hessentagsjahr 2011 sein. (jüs)

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