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Tempo 30 am Hessenring

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Von: Fabian Böker

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Am Hessenring soll mancherorts Tempo 30 gelten.
Am Hessenring soll mancherorts Tempo 30 gelten. © Martin Weis

Die Verkehrspolitik hängt für die Grünen eng mit der Umwelt zusammen. Sie treten für die Verlängerung der U 2, für die Regionaltangente West und für bessere Bedingungen für Radfahrer ein. Außerdem fordern die Grünen die Ausweitung von Tempo 30 im Stadtgebiet.

Umwelt und Verkehr, das sind die zentralen Themen des Wahlprogramms der Bad Homburger Grünen. Aber dabei belassen sie es nicht. Sie machen noch viele andere, mitunter sehr konkrete Vorschläge.

Schon im zweiten Kapitel zum Thema Verkehr fordern sie „die Ausweitung von Tempo 30 im Stadtgebiet“. Bardo Röhrig, auf Platz zwei der Liste, nennt als Beispiele Teile des Hessenrings, die Straßen rund um die PPR-Kreuzung oder auch die Höllsteinstraße. Dort könnte zumindest abends und nachts die Höchstgeschwindigkeit gedrosselt werden, um die Anwohner weniger Lärm auszusetzen.

Die Verkehrspolitik hängt für die Grünen eng mit der Umwelt zusammen. Sie treten für die Verlängerung der U 2, für die Regionaltangente West und für bessere Bedingungen für Radfahrer ein. All das, so Röhrig, schone auch die Umwelt. Fahrradfahrer sollten beispielsweise in Zukunft flächendeckend entgegen der Einbahnstraßen fahren dürfen, die Dorotheenstraße soll als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

In Sachen Umwelt selbst sind es klassische Ziele, die sich die Grünen setzen. Verbesserung der Luftqualität, Erhalt der Naherholungs- und Grünflächen, Erweiterung der Öffnungszeiten von Recycling- und Wertstoffhof.

Weitere Stadtteilzentren

Neben Umwelt und Verkehr befasst sich das Programm mit den Soziales, Kultur, Sport, Wirtschaft und Wohnungsbau, alles findet Berücksichtigung. Die Grünen planen weitere Stadtteilzentren, sie wollen alle Kulturschaffenden in einer Kultur-GmbH zusammenfassen, das „Move & Groove“-Center genießt höchste Priorität, die Albin-Göhring-Halle soll neu gebaut werden.

Beim Wohnungsbau soll verstärkt auf Sozialwohnungen gesetzt werden, zum Beispiel in den Randgebieten Gonzenheims oder auf dem Vickers-Areal. Dort könnten dann neben jungen Familien auch Azubis und Studenten wohnen, was für die heimische Wirtschaft zum Standortvorteil werden könnte.

Und natürlich kommen die Grünen nicht am Thema Flüchtlinge vorbei. Sie sind aber so ehrlich und sagen, dass es vor allem die immer wieder aufkommenden Fragen der Bürger und Mitglieder gewesen seien, diesen Aspekt als eigenes Kapitel anzufügen.

Sprachkurse, soziale Betreuung, günstiger Wohnraum – nur drei der Forderungen, die die Grünen stellen, um Asylsuchende besser zu integrieren.

Dass es in diesem Fall Anregungen von außen waren, hatte die Partei beabsichtigt. Offene Arbeitskreise, zu denen auch Nicht-Mitglieder eingeladen waren, haben die einzelnen Themen erarbeitet. Mittels Anschreiben wurden die Positionen der Bad Homburger Vereine und Verbände eruiert. Die grüne Vorstellung von Bürgerbeteiligung und Transparenz also. Viele Vorschläge, so Alexander Unrath aus dem Vorstand der Partei, wurden dann auch aufgenommen.

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