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Taunus-Landschaft im Fokus

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Von: Olaf Velte

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Hessentag-Gelände: Der Maasgrund wird zum Bauernhof.
Hessentag-Gelände: Der Maasgrund wird zum Bauernhof. © Müller

Die Region präsentiert sich auf dem Hessentag. Und im Maasgrund kommen die Besucher der „Natur auf die Spur“.

Gebrüll erfüllt die Luft. Das ganze Tal scheint in Bewegung. Rinderherden stampfen den Boden, angetrieben von Hütebuben mit Weidenstöcken. Rechterhand drängen Schafe in unregelmäßiger Formation, führerlos. Dazwischen jagen edle Rösser, irgendwo ausgebüchst und in schnaubender Panik. Eine fauchende Dampfmaschine schiebt sich ins Bild.

So wird es nicht sein, wenn sich der Hessentag 2011 auf die Spuren der Natur begibt. Geordnet wird es im Oberurseler Maasgrund zugehen, gut vorbereitet. Die Planungen treten jetzt in ein wichtiges Stadium ein, die Menschen der Region müssen mobilisiert werden. Zumindest diejenigen, die Tag für Tag mit Land, Wald und Natur zu tun haben. Wer könnte auch erschöpfender Auskunft geben, was draußen in Feld und Flur vor sich geht? „Die Sonderausstellung soll zeigen, wie wir mit der Natur umgehen – und wie wir sie schützen“, sagt Gerd Scheele, Hessentagsbeauftragter des Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

„Natur auf der Spur“ ist seit über zwanzig Jahren ein Bestandteil jedes Hessentages und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. „Von den insgesamt eine Million Besuchern in Stadtallendorf haben rund 250000 auch unser Gelände besucht.“ Das Interesse an der Thematik sei da, obwohl viele Jugendliche den Bezug zur Natur verloren hätten. „Wir müssen gezielt Schüler und Lehrer ansprechen“, so Scheele, der die bisherigen Vorbereitungen der Stadt Oberursel lobt. In Zusammenarbeit mit Kommune und Kreis wurde ein regional zugeschnittenes Programm beschlossen.

Der Taunus soll im Mittelpunkt stehen, wenn das eingezäunte Maasgrund-Gelände ab dem 10. Juni belebt wird. Neben den historischen Entwicklungen rücken heutige Gegebenheiten ins Bild: welche Bedeutung der Taunus als Frischluftschneise für den Ballungsraum Frankfurt hat oder wie Erholungs- und Arbeitsraum nebeneinander funktionieren können. Nutz- und Haustiere werden zu sehen sein, Verbände und Vereine werben für ihre Aktivitäten, das Landesamt für Denkmalpflege widmet sich den hiesigen Ringwallanlagen. Holzernter im Einsatz präsentiert das Forstamt Königstein. Imker berichten über ihr Handwerk. Kurzum: ein bunter Strauß von Natur-Nutzern und Natur-Schützern.

In einem „Grünen Restaurant“ kommen Leckereien aus heimischem Anbau auf die Teller – Pommes frites wird man vergeblich verlangen. Der Bauernmarkt ist Direktvermarktern vorbehalten. Trotz aller Vielfalt wird regionale Landbewirtschaftung im Fokus stehen. Noch immer ist das Einzugsgebiet Rhein-Main traditionelles Bauernland. Alle Interessierten sind zu einer Informationsveranstaltung des Hessischen Ministeriums eingeladen. Etwa 200 Teilnehmer erwartet Gerd Scheele am 16. September im Sitzungssaal des Oberurseler Rathauses. Ab 19 Uhr wird das Konzept der Sonderschau erläutert.

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