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Tatra-Ausstellung in der Central-Garage
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Tatra-Ausstellung in der Central-Garage

Central Garage

Mit dem Tatra durch Europa

Die Tatra-Automobile schrieben in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Erfolgsgeschichte. Einige Modelle sind derzeit in einer weltweit einmaligen Retrospektive in der Bad Homburger Central Garage zu sehen.

Von Anton J. Seib

Die Idee ist so einfach wie genial. Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die Autos Chassis, die viel zu instabil waren. Bis der technische Direktor der tschechischen Tatra-Werke, Hans Ledwinka, 1923 sein Zentralrohrrahmenfahrgestell vorstellte. Der Clou: Die vier Räder sind an einem langen Rohr aufgehängt, in dessen Inneren die Antriebswelle untergebracht ist. Dieser simple verwindungsfreie Unterbau war gerade richtig für die damaligen Automobile, die über schlechte Straßen oder unbefestigte Wege rollten und deshalb besonders robust sein mussten.

Ledwinkas Entwicklung bildete die Basis für den Erfolg der Tatra-Modelle. 20 Exponate dieser Baureihen sind derzeit in einer weltweit einmaligen Retrospektive in der Bad Homburger Central Garage zu sehen.

Ursprünglich wurden Tatras in tschechischen Kop?ivnice, dem damaligen Nesselsdorf gebaut. Wegen der komplizierten Zollgesetze vergab das Unternehmen Lizenzen ins europäische Ausland, darunter die Delta-Werke in Frankfurt und die Röhr Auto AG im südhessischen Ober-Ramstadt. Deshalb kommen die ausgestellten Modelle hauptsächlich aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz. Sie befinden sich alle in Privatbesitz und sind samt und sonders fahrbereit.

Nach Bad Homburg geholt hat sie Klaus Buschbaum, Ingenieur, Autonarr und Tatra-Experte aus Dietzenbach. Etwa die Hälfte der gezeigten Fahrzeuge sind die letzten ihrer Modellreihen, viele von ihnen haben eine spannende Geschichte. Zu den absoluten Raritäten zählt etwa der Tatra Delta mit der typischen Bügeleisen-Front, Baujahr 1927. Es ist das älteste erhaltene Modell Deutschlands. Oder der Lieferwagen Austro Tatra 57L, der einzige verbliebene Vertreter seiner Baureihe. Heute befindet sich der Wagen im Besitz einer österreichischen Familie. Zu sehen ist auch der offene Roadster Röhr Junior. Mit dem weißen Flitzer war einst Marion Gräfin Dönhoff, die 2002 verstorbene Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit durch Europa gedüst. Auch modernere Typen stehen in der Central Garage, wie der windschnittige Tatraplan, Baujahr 1958. Er erinnert mit seiner monströsen Heckflosse an amerikanische Straßenkreuzer.

„Tatra – Lizenzen – Fremdfertigungen“ ist noch bis zum 26. November in der Central Garage, Niederstedter Weg 5, mittwochs bis sonntags von 12 bis 16.30 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des Vereins Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg sind erbeten.

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