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Tatort Schule

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Von: Miriam Keilbach

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Der HR dreht einen Teil seines neuen Tatorts „Der Eskimo“ in der Feldbergschule in Oberursel. Zwölftklässler können sich dabei mit Komparsenrollen ihre Abschlussfeier finanzieren.

Auf der Treppe im Erdgeschoss sitzt ein Mann mit Headset und nickt. Jetzt darf kein Schüler mehr die Treppe hoch. Im Flur vor dem Sekretariat im ersten Stock hat sich die Filmcrew versammelt. Eine Kamera wird vor- und zurückgeschoben, überall liegen Kabel. Der Hessische Rundfunk (HR) dreht einen Teil seines neuen Tatorts „Der Eskimo“ in der Feldbergschule in Oberursel.

An insgesamt drei Tagen hat der HR die Schule eingenommen. Einige Schüler durften am Sonntag und am Montag sogar mitspielen. Genauer gesagt: Schüler der zwölften Klassen der Fachoberschule – und die nutzen ihren Verdienst, um ihre Abschlussfeier zu finanzieren.

„Das war anstrengend, vier Stunden rumzusitzen“, sagt Sahel Hakimi. „Die Szenen wurden zehnmal gedreht, von jeder Perspektive“, sagt Lisa Meister. Und Samed Turkovic ergänzt: „Ich wusste nicht, dass das alles so lange dauert, ich hatte Hunger.“

Trauerfeier für einen Lehrer

In „Der Eskimo“ wird ein Lehrer zum Mordopfer, die Kommissare ermitteln auch an der Schule. Dafür wurden insgesamt 80 Schüler als Komparsen engagiert. Am Sonntag drehten sie eine Szene in der Aula: die Trauerfeier. „Weil der Lehrer unbeliebt war, sollten wir gelangweilt wirken. Wir sollten auf den Handys rumspielen und aus dem Fenster gucken“, erzählt Mara Heil. „Es ist absurd, so zu tun, als sei man gelangweilt, weil ja alles neu und aufregend ist“, sagt Julia Hahl.

Am Montag folgten Dreharbeiten mit zehn ausgewählten Schülern, dazu zählten auch Mara Heil und Julia Hahl, die für die Maske früher vom Unterricht gehen durften. Sie drehten zwei Szenen, eine auf dem Schulhof und eine im Eingangsbereich der Schule. „Der Montag war wesentlich anstrengender, weil wir die ganze Zeit stehen mussten“, sagt Mara Heil.

Sprechrollen hatten die Schüler aber nicht. „Wir mussten nur so tun, als ob wir reden“, sagt Julia Hahl. Sie läuft in einer Szene zu einer Gruppe von Lehrern und zeigt sich vor ihnen betroffen vom Tod des Lehrers. Mara Heil geht in einer Szene die Treppe runter, „dann kommt die Kommissarin rausgesprintet.“ Julia Hahl ergänzt: „Das Gefühl ist krass, sonntags gab es nur eine Masse an Schülern, aber am Montag war das alles viel intensiver.“

Die Stars haben die Schüler auch gesehen. Joachim Król sei sonntags am Set gewesen, montags aber präsenter gewesen. Die neue Kommissarsanwärterin Linda Dräger trafen die Schüler auch – und erkannten sie aus einem anderen Film. Gespielt wird Dräger nämlich von Alwara Höfels, die die Rolle der Kindergärtnerin Miriam in dem Film Keinohrhasen spielt.

Dräger ermittelt an der Seite von Frank Steier, der von Joachim Król gespielt wird. Steier wird Zeuge des Mordes und deshalb eigentlich vom Fall abgezogen.

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