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Tafelhelfer sammeln Tüten ein

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Kunden von Rewe und Toom spenden Lebensmittel für mehr als 20.000 Euro. Damit kann die Tafel die übliche "Saure-Gurken-Zeit" zwischen den Jahren überbrücken.

Von Martina Propson-Hauck

Zucker und Salz, Mehl und Spätzle, Sauerkraut und Marmelade. Nein, das ist nicht die Einkaufsliste für einen Notvorrat für die bevorstehenden Feiertage, sondern der Inhalt einer Fünf-Euro-Lebensmitteltüte. 180 Stück davon haben Kunden des Rewemarktes im Gluckensteinweg in der Zeit vom 22. November bis zum vergangenen Samstag zusätzlich zu ihrem eigenen Bedarf eingekauft, um sie für die Bad Homburger Tafel zu spenden.

„Die Kunden haben teilweise auch noch ganz andere Sachen für die Tafel eingekauft und sie dann bei uns deponiert“, sagte gestern Marktleiter Carsten Schultheiss. Die ehrenamtlichen Helfer Bernd Grübel und Jürgen Brühmann haben die 180 Tüten aus dem Gluckensteinweg und aus den 26 anderen Rewe- und Toommärkten im Hochtaunuskreis gestern abgeholt. Lebensmittelspenden im Wert von mehr als 20000 Euro sind bei der von Rewe und den Tafeln in ganz Deutschland organisierten Aktion im Kreis zusammengekommen.

Tief im Januar

Am spendabelsten waren nach Einschätzung von Grübel die Kunden in den Märkten in Glashütten und im Oberurseler Zimmersmühlenweg, beide flächenmäßig unter den größten Lebensmittelmärkten des Kreises.

„Im Januar haben wir sonst immer ein richtiges Tief, da bekommen wir kaum Ware aus den Lebensmittelmärkten“, erzählt Alexander Dietz, noch bis zum Jahresende Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Hochtaunus der Evangelischen Kirche.

Deshalb entstand die Idee, in der spendierfreudigen Adventszeit Tüten mit Dauerlebensmitteln packen zu lassen, die dann im Januar an Alleinstehende und Familien mit geringem Einkommen verteilt werden können. Um die Hilfe der Tafeln in Bad Homburg, Oberursel, Königstein und Neu-Anspach in Anspruch nehmen zu können, muss man sich vorher registrieren lassen. Viele der zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel waren in den vergangenen Wochen in den Supermärkten, um über ihre Tätigkeit zu informieren. „Die meisten Leute waren sehr interessiert an unserer Arbeit“, berichtete Brühmann.

Informationen über die Tafel gibt es unter www.bad-homburger-tafel.de, Telefon 06172/308 803.

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