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Stromstation für E-Bikes

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Von: Miriam Keilbach

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Die Süwag spendiert ab jetzt an der Krebsmühle den Fahrstrom für Räder mit Elektromotor.
Die Süwag spendiert ab jetzt an der Krebsmühle den Fahrstrom für Räder mit Elektromotor. © Peter Jülich

An der Krebsmühle in Oberursel können künftig Akkus aufgeladen werden. Die Süwag lässt sich den Lade-Schrank rund 3500 Euro.

Es braucht Beispiele für die Elektromobilität, sagt Holger Himmel, kaufmännischer Vorstand der Süwag. Wenn keiner den ersten Schritt macht, wird Elektromobilität nicht erleb- und greifbar. „Wir verstehen uns als Infrastrukturdienstleister, der ein Stück weit eine Anschubfinanzierung leisten muss“, sagt Himmel bei der Eröffnung der ersten E-Bike-Ladestation in Oberursel an der Krebsmühle.

„E-Fahrzeuge müssen geladen werden, dafür brauchen wir öffentlich zugängliche Ladestationen“, pflichtete ihm Peter Doepgen von der Hessischen Staatskanzlei bei, der selbst mit einem Elektroauto gefahren kam. „Ladestationen sind ein wichtiges Element, um die Elektromobilität auszubauen.“

Helge Beck, Vorsitzender des Umweltforums Rhein-Main sprach von einer Vorreiterrolle der Krebsmühle: „Es muss Wege geben, die Region CO²-schonend zu erkunden“, sagte er. Das Ziel sei es daher gewesen, E-Tankstellen zu schaffen. „Es wird für die Elektromobilität nur den Durchbruch geben, wenn sie bezahlbar wird“, sagte er. Deshalb müsse es Vorreiter geben.

Rund 3500 Euro lässt sich Süwag den Ladeschrank kosten, die laufenden Stromkosten stemmt die Krebsmühle, die Strom und Wärme durch ein Blockheizkraftwerk und eine Solaranlage auf dem Dach selbst erzeugt.

Bushaltestelle gewünscht

Im Frühjahr soll eine Tankstelle für Elektroautos folgen. „Das ist ein Gewinn für Oberursel“, kommentierte der Erste Stadtrat Christof Fink (Grüne). Nun müsse noch eine Bushaltestelle folgen, um den „guten Standort noch besser zu machen“, so Fink. Besucher der Krebsmühle setzen sich derzeit bei einer Umfrage des Verkehrsbetriebs traffique für eine Haltestelle an der Krebsmühle ein.

„Wir wollen die Region attraktiver machen“, sagte der Kreisbeigeordnete Uwe Kraft (CDU). „Der Ort liegt optimal, am Radweg der Regionalparkroute, mit dem Bio-Restaurant Linse und der Anbindung an Frankfurt.“ Bei der Energiewende gehe es noch immer hauptsächlich um Strom und Wärme, Elektromobilität dürfe dabei aber nicht zu kurz kommen.

Die Ladestation mit insgesamt vier Anschlüssen können nicht nur die Touristen nutzen, die vorbeikommen, sondern auch die Angestellten und Privatmieter. Rund eine Stunde dauert es, bis der Akku aufgeladen ist, „so lange kann man sich hier die Zeit vertreiben, im Restaurant Linse, im Weinladen, im Möbelladen, bei Yoga- und Pilateskursen oder bei „Aqua Canis“, einem Wellnessangebot für Hunde“, sagte der Vorsitzende der Krebsmühle, Dieter Damm. Den Chip für den Schrank gibt es in der Linse, im Möbelladen oder im Weinladen. Der Akku muss vom Fahrrad getrennt werden, und wird zum Laden in den Schrank eingeschlossen. „Leider sind die Geräte noch nicht genormt, daher müssen die Radfahrer ihre eigenen Ladekabel mitbringen“, sagte Joachim-Dietrich Reinking von Syna.

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