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Streit über Gutachten

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Hofheim B 519 neu könnte Brunnen gefährden

Für die Grünen ist es „die brisanteste Information, die es in den letzten Jahren zur B519 neu gegeben hat“; CDU und SPD halten das Risiko, das Gutachter im Auftrag der Hofheimer Stadtwerke in einer Analyse beschreiben, hingegen für beherrschbar.

Das Gefährdungspotenzial für die Trinkwasserversorgung der Stadt Hofheim durch den Bau der Umgehungsstraße B519 neu sei als hoch einzustufen, heißt es in dem 20-seitigen Papier aus dem Jahr 2011, das der Magistrat jetzt vorgelegt hat. Sollten die Brunnen über längere Zeit ausfallen, müsste die Wasserversorgung für Hofheim komplett neu konzipiert werden, schreiben die Experten.

Der Inhalt des Gutachtens werde vom Magistrat verharmlost, er könne die Durchhalteparolen zum Bau der umstrittenen Umgehungsstraße B519 neu nicht verstehen, rügte Grünen-Sprecher Oliver Christ im Parlament. „Da wird unnötig Geld verbrannt.“ Es sei für sie überraschend, dass die brisante Vorlage erst auf Nachfrage präsentiert wurde und es dazu keine Antworten im Ausschuss gab, sagte Grünen-Fraktionschefin Marianne Knöss.

Er sei überzeugt, dass die Probleme ingenieurmäßig lösbar seien, konterte CDU-Vertreter Alexander Kurz. Sein Parteikollege, Fraktionschef Christian Vogt, wies darauf hin, dass nicht die Stadt, sondern das Land plane, und nannte den Grünen-Vorstoß „Wahlkampfgetöse“. Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) stellte in Aussicht, das Gutachten in der nächsten Sitzung des Bauausschusses zu erörtern. Dazu sollen Experten eingeladen werden. (aro.)

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