1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Streit um den Masterplan

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Er soll die künftige Entwicklung der Stadt beschreiben - der Masterplan für Bad Homburg. Die CDU will damit ein Großbüro beauftragen - im Gegensatz zu OB Korwisi.

Eine Viertel Million Euro ist längst im Haushalt bereitgestellt. Am kommenden Donnerstag entscheiden die Stadtverordneten über die Vergabe und die Modalitäten für den Masterplan, der die künftige Entwicklung der Stadt beschreiben soll. Im Bauausschuss hat sich jetzt die CDU mit ihrer Vorstellung mehrheitlich durchgesetzt, doch die gesamten Leistungen an ein externes Büro zu vergeben.

Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) hatte vor sechs Wochen eine Vorlage im Magistrat präsentiert, die vorsah, gerade nicht ein einzelnes großes Planungsbüro, wie etwa das von Albert Speer, zu beauftragen. Die Stadt müsse die Fäden des Handelns immer in der Hand behalten, hatte er argumentiert. Die CDU erhob Einwände. Sie vertritt den Standpunkt, dass nur ein erfahrenes Büro den Blick von außen auf die Stadt gewährleisten könne. Es wäre nicht gut, wenn die Stadtverwaltung den Masterplan wie vorgesehen in einzelne Module aufteilte, die dann nach den Erfordernissen an unterschiedliche Büros vergeben würden. Ein externes Büro sei schneller, effektiver, kostengünstiger und sichere Kontinuität.

Die CDU baut auf drei Säulen für den Masterplan: Politik, Verwaltung und "Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft". Der Masterplan, eine Art Regiebuch oder Handlungsleitfaden für die Stadtpolitik, soll auf eine breite Basis gestellt, Zwischenergebnisse mit breiter Bürgerbeteiligung präsentiert und diskutiert werden. MIt dem Prognos-Gutachten, dem Gutachten zur demografischen Entwicklung oder dem Sportstättenleitplan liegen in der Stadt bereits viele externe Expertisen vor. Laut Korwisi fehlte es bislang daran, dass diese auch politisch umgesetzt würden.

Im Herbst hatte die CDU den Masterplan in die Diskussion eingebracht. Stadtplaner Albert Speer hatte im Februar in Bad Homburg über den von seinem Büro für die Stadt Köln entwickelten Plan referiert. Seit dem Frühjahr lädt eine "Ideeninitiative Masterplan" regelmäßig zur öffentlichen Diskussion zentraler Punkte der Stadtentwicklung ein. Themen waren bislang Verkehr und Jugend. Die Ideeninitiative wird maßgeblich von CDU-Mitgliedern angeführt. (prop)

Auch interessant

Kommentare