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Hochtanuskreis

Streit um Flüchtlings-Unterkunft

Kaum sind sie aus den Containern heraus, droht manchen Flüchtlingsfamilien schon wieder die Unterbringung im stählernen Sammellager an den Drei Hasen in Oberursel.

Von Klaus Nissen

Die Hochtaunus-SPD forderte am Freitag: Die Kreisverwaltung müsse sich stärker um eine bessere Unterbringung der Menschen kümmern. Die FR hatte am 14. Januar über die Lage einer Flüchtlingsfamilie in Oberursel berichtet. Die SPD-Kreistagsabgeordnete Gabriele Klempert recherchierte weiter und stellt nun fest: Die Zahl der Flüchtlinge steige wieder. Die allgemein gelobte Unterkunft in Grävenwiesbach seit inzwischen voll belegt, so dass neuen Flüchtlingsfamilien die Einweisung ins Containerlager drohe.

Zudem: Der Kreisbeigeordnete Uwe Kraft (CDU) hatte im Sommer 2010 versprochen, allen Familien separate Wohnungen zu verschaffen. Doch lebten Anfang Januar noch mehrere Familien mit Kindern in den Containern. Und andere müssen möglicherweise zurückkehren. Etwa 50 Personen durften in Wohnungen ziehen. Die Unterkünfte betreibt die Firma Vogelsang im Auftrag des Kreises. Laut Gabriele Klempert handelt es sich um drei Häuser in Stierstadt, an der Oberhöchstädter Straße und an der Feldbergstraße in Oberursel. An der Feldbergstraße sei den Familien mitgeteilt worden, sie müssten ihre Wohnungen bis Ende März verlassen, weil das Haus unbewohnbar sei und abgerissen werden müsse. „Eine alternative Wohnung wurde ihnen nicht angeboten“, so Klempert. „Wenn sich in den kommenden Monaten keine Ersatzwohnungen finden, ist zu befürchten, dass diese Familien wieder ins Containerlager umziehen müssen“. Dabei seien sie gut in Oberursel integriert.

Landrat soll eingreifen

Auch andere Flüchtlingswohnungen sind laut SPD in so schlechtem Zustand, dass sie normalerweise nicht vermietbar wären. Reparaturen seien nicht ausgeführt worden. Klempert: „Nach unserer Kenntnis erhält der Betreiber für eine vierköpfige Familie für die Unterbringung und Betreuung im Monat fast 900 Euro.“ Zudem vernachlässige die beauftragte Firma die Betreuung der Flüchtlinge, zu der sie sich vertraglich verpflichtet habe. Der Landrat muss nach Ansicht der SPD bessere Dienstleister beauftragen oder die Flüchtlingsbetreuung selbst in die Hand nehmen. Die Kreisverwaltung will in der kommenden Woche Stellung beziehen.

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