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Strom von städtischen Dächern

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Stadt soll Energie selbst erzeugen

Steinbach - Für Strom aus erneuerbaren Energien will der Magistrat laut Mitteilung aus dem Steinbacher Rathaus einen Schritt weiter gehen: Die Stadt soll den Strom für ihre eigenen Liegenschaften selbst erzeugen. Die Verwaltung werde deshalb mit einem Partner aus der Energiewirtschaft prüfen, welche Dachflächen städtischer Gebäude für Photovoltaikanlagen geeignet sind.

„Der Teufel steckt oft im Detail“, weiß Erster Stadtrat Lars Knobloch (FDP), so sei etwa das Dach der Altkönighalle bislang für solche Dachlasten nicht geeignet, werde aber aufgrund neuer, leichterer Anlagen erneut geprüft.

Gesetzt seien bereits die Dächer der beiden Neubauten des Feuerwehrgerätehauses und des Kindergartens in der Industriestraße. Um mehr Flächen generieren zu können, erwäge der Magistrat den Bau sogenannter Solar-Carports auf öffentlichen Flächen. „Hier werden über bestehenden Parkplätzen Carports errichtet, die statt einer klassischen Bedachung Solarpanels erhalten“, erläutert Bürgermeister Steffen Bonk (CDU). Der Strom, der hier produziert werde, könne ins Netz eingespeist oder zum Laden von E-Fahrzeugen verwendet werden. „Eine Win-win-Situation“, findet der Rathauschef.

Damit gebe sich der Magistrat aber noch nicht zufrieden, heißt es weiter. „Wir prüfen, landwirtschaftliche Flächen mit einzubeziehen“, berichtet Bonk. Neueste Studien und erste Projekte zeigten, dass sich nebst Stromerzeugung auch die landwirtschaftlichen Erträge bei einer doppelten Nutzung verbessern würden.

Finanziert werden solle das Ganze durch Eigenmittel der Stadt, Investitionen Dritter oder als Bürgersolaranlagen. Hier erhalten Steinbacherinnen und Steinbacher die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl von Panels zu erwerben und den Bau dadurch mitzufinanzieren. Sie treten als Genossenschaft auf und verkaufen den erzeugten Strom. Hierauf gibt es eine Rendite, so dass sich die Investition nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rechnet. jo

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