Äcker an der A5

Streit über neue Areale im Nordwesten Frankfurts

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Pläne für große neue Quartiere im Nordwesten Frankfurts stoßen im Taunus auf anhaltenden Widerstand. Es bleibe beim Nein, sagt der Steinbacher Bürgermeister.

Das Ergebnis des Workshop-Verfahrens zur möglichen Bebauung von Ackerflächen im Nordwesten Frankfurts stößt auf sehr unterschiedliche Reaktionen. Nach einer Studie, die Grundlage für die weiteren Planungen der Stadt sein soll, könnten vier Quartiere mit zusammen etwa 8600 Wohnungen entstehen, drei Viertel östlich, eines westlich der Autobahn 5. Die FDP im Römer spricht von einer ermutigenden Grundlage für die weiteren Planungsschritte. Gut gefällt ihr etwa, dass der Siegerentwurf vier Quartiere vorsieht, die unabhängig entwickelt werden können, dass der Planungsschwerpunkt östlich der Autobahn liegen soll und dass genügend Grünflächen bleiben. Kritik äußert die FDP vor allem an der vorgeschlagenen Höhe der Bebauung: Bei sechs Geschossen sei eine Grenze erreicht, über die man nicht hinausgehen sollte, sagt die planungspolitische Sprecherin der Fraktion, Elke Tafel-Stein.

Aus Steinbach gibt es dagegen weiter Widerstand. Es bleibe beim Nein gegen eine Bebauung westlich der A5, kündigte Bürgermeister Steffen Bonk (CDU) am Freitag an. Er kritisiert, dass sich die Frankfurter Stadtpolitik offenbar nicht an die ablehnenden Beschlüsse der Regionalversammlung gebunden fühle.

Eines der vier Quartiere, vom Planungsteam „Steinbach Ost“ genannt, würde direkt an die Steinbacher Bebauung grenzen. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hatte das als „Angebotsplanung“ bezeichnet. Zumindest die Steinbacher CDU lehnt dieses Angebot klar ab – „Steinbach Ost“ zu planen sei nicht Aufgabe der Stadt Frankfurt.

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