Steinbach

Steinbach: Feuerwehr zieht an den Stadtrand

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Der Neubau soll für drei Millionen Euro in Nachbarschaft zum neuen Gewerbegebiet entstehen. Wenn alles funktioniert, könnte es schon bald losgehen.

Die beengten Verhältnisse in der Stadtmitte sollen für die Steinbacher Feuerwehr bald enden. Einstimmig hat das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung den Kauf eines 5400 Quadratmeter großen Grundstücks am Stadtrand beschlossen und gleichzeitig das nötige Bebauungsplanverfahren eingeleitet. „Die Ampeln stehen auf Grün“, sagt Bürgermeister Steffen Bonk (CDU).

Auf dem langgestreckten Areal, das an das neue Gewerbegebiet „Im Gründchen“ angrenzt, ist nicht nur ein neues Feuerwehrgerätehaus vorgesehen, sondern auch eine Übungsfläche sowie Parkplätze für die Einsatzkräfte. Da dafür nicht das gesamte Grundstück benötigt werde, gebe es für die Zukunft zudem die Möglichkeit einer Erweiterung, erläuterte Bonk.

Baubeginn 2021 geplant

Das Areal entspreche „hervorragend den Bedürfnissen der Feuerwehr“. Da es direkt an die Bahnstraße grenzt, die mitten durch Steinbach führt, könne die Feuerwehr auch vom neuen Standort aus die vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten. Diese sieht vor, dass die Brandschützer zehn Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eintreffen sollen. Formal muss dies noch in einem erneuerten Feuerwehrbedarf- und Entwicklungsplan nachgewiesen werden.

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück sei nicht einfach gewesen, berichtete der Rathauschef. Man habe eine Reihe von Eigentümern angesprochen, doch nicht alle seien bereit gewesen, an die Stadt zu verkaufen, einige hätten zudem utopische finanzielle Forderungen gestellt.

Nach Informationen der FR zahlt die Stadt nun knapp 280.000 Euro, das entspricht einem Quadratmeterpreis von 52 Euro. Für die Planung stehen im Haushaltsentwurf von Kämmerin Hadmut Lindenblatt (Grüne) zudem für das kommende Jahr 175.000 Euro bereit.

Wenn alles glattgeht, könnte 2021 mit dem Neubau begonnen werden. Dieser soll nach der Kalkulation der Stadt nicht mehr als drei Millionen Euro kosten. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das Land sich mit 750.000 Euro beteiligt.

Rathaus soll saniert werden

Derzeit befindet sich die Feuerwehr in direkter Nachbarschaft zum Rathaus. Das soll nach dem Auszug der Brandschützer saniert werden. Überlegungen, auch das Rathaus neu zu errichten, sind aus finanziellen Gründen verworfen worden. Laut einer Machbarkeitsstudie, die der Erste Stadtrat Lars Knobloch (FDP) im Mai dieses Jahres präsentiert hatte, wären für beide Gebäude insgesamt mehr als elf Millionen Euro nötig gewesen. Geld, das die kleine Taunuskommune, die wegen ihrer Schuldenlast sogar unter den Rettungsschirm des Landes schlüpfen musste, nicht hat.

So soll das Rathausgebäude von 2022 an lediglich im Bestand saniert werden. Lediglich ein kleiner Anbau für einen Aufzug ist vorgesehen. Während der Übergangszeit sind aber schon kleinere Veränderungen geplant. So sollen im kommenden Jahr für insgesamt 80 000 Euro eine Rauchmeldeanlage eingebaut, die Toiletten erneuert und zusätzliche Büros geschaffen werden. Dafür müssen wiederum vorhandene Räume verkleinert werden – betroffen ist unter anderen das Bürgermeisterbüro.

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