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Die Feuerwehr soll einen Neubau erhalten.

Stadtentwicklung

Lösung fürs Rathaus

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Steinbachs Erste Stadtrat Lars Knobloch hat eine Machbarkeitsstudie für das Areal im Stadtzentrum vorgelegt.

Steinbachs Rathaus und Feuerwehrgerätehaus stehen in direkter Nachbarschaft in der Stadtmitte. Das hat Vorteile. So kann das Feuerwehrgebäude bei Bedarf für Feste und öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Es hat aber auch Nachteile. Denn beide Bauten sind nicht nur optisch in die Jahre gekommen – sie bieten auch zu wenig Raum für eine moderne Verwaltung und die wachsenden Aufgaben der Brandschützer. Seit Jahren sucht die Politik deshalb nach einer Lösung auf die Frage: sanieren oder neu bauen?

Klären sollte das eine Machbarkeitsstudie, die der Erste Stadtrat Lars Knobloch (FDP) nun der Presse vorgestellt hat. Die Antwort lautet: sowohl als auch. Während die Feuerwehr einen Neubau an einem anderen Standort erhalten soll, ist für das Rathaus lediglich eine Sanierung im Bestand vorgesehen.

Dabei geht es auch ums Geld. Beide Gebäude neu zu errichten, hätte laut der Studie mehr als elf Millionen Euro gekostet. Das sei nicht machbar, konstatiert Knobloch. Die nun gewählte Variante sieht Baukosten von drei Millionen Euro für die Feuerwehr und 2,6 Millionen für die Rathaussanierung vor, von denen die Stadt selbst insgesamt rund 4,5 Millionen Euro aufbringen müsste.

Allerdings bedeutet das auch Abstriche gegenüber früheren Vorstellungen. So soll das Rathausgebäude nur im Bestand saniert werden. Von Überlegungen, Bücherei und VHS-Kursräume zu integrieren, habe man sich verabschiedet, so Lars Knobloch. Lediglich ein kleiner Anbau für einen Aufzug sei vorgesehen. Um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sollen einige Räume wie das Bürgermeisterbüro etwas verkleinert, dafür andere Büros vergrößert werden, erläuterte die zuständige Mitarbeiterin im Bauamt, Vanessa Kühl.

Das neue Feuerwehrgebäude soll nicht mehr im Stadtzentrum stehen, sondern auf der grünen Wiese. Optionen seien die beiden Ortseingänge oder ein Gelände am Sportplatz, teilte der Erste Stadtrat mit. Die Feuerwehr sei in die Planung eingebunden, betonte er.

Was den Zeitplan angeht, soll zunächst das neue Feuerwehrgebäude errichtet werden; erst danach könne man sich an die Sanierung des Rathauses machen. Knobloch will am kommenden Montag eine entsprechende Vorlage in das Stadtparlament einbringen, das dann am 17. Juni darüber beraten soll. Ebenfalls am Montag wird der neue Bürgermeister Steffen Bonk (CDU) in sein Amt eingeführt. Er wird sich dann um die Umsetzung kümmern müssen.

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