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Starkes Interesse an Erzieherstellen

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Die Stadt Bad Homburg nimmt auch fachfremdes Personal für seine Kinderbetreuungseinrichtungen. Bis Ende des Jahres sollen 510 Krippenplätze geben.

Bad Homburg rüstet sich für den Rechtsanspruch auf die U3-Betreuung. 510 Krippenplätze wird es bis Ende 2013 geben, sagt Sozialdezernent Dieter Kraft (Grüne). Im Sommer kommen 20?neue Plätze im Gluckensteinweg dazu. „An anderer Stelle sind wir auch in Verhandlungen“, sagt Kraft, „das wären noch einmal 60 Krippenplätze zusätzlich.“

Damit stiege die Versorgungsquote von derzeit 41 auf 50 Prozent – also weit über dem Bedarf, den die Bundesregierung als Ziel festmachte. „Damit sind wir an der Spitze Hessens“, so Kraft.

Wie viele Eltern noch einen Platz suchen und keinen bekommen werden, steht im April fest. Der Abgleich der Wartelisten der verschiedenen Einrichtungen findet erst Anfang April statt.

Doch ein Problem hat die Stadt weiterhin: Räume sind da, Kinder auch, aber Erzieher fehlen. Deshalb rief die Stadt vor etwa anderthalb Wochen zu einem Bewerbertag auf. In der Kindertagesstätte Am Heuchelbach trafen Bewerber auf Erzieher und Kita-Mitarbeiter.

Die Stadt führte an dem Tag 25 Vorstellungsgespräche. Dazu kamen Besucher, die sich für eine Qualifizierung als Erzieher interessierten. „15 Personen wurden zur Einstellung vorgeschlagen, sie führen jetzt weitere Gespräche mit den Leitern der einzelner Einrichtungen“, sagt Stadtsprecher Andreas Möring der FR.

Dieter Kraft stellte in der Stadtverordnetenversammlung klar, dass die Stadt künftig auch fachfremdes Personal einsetzen könne. „Vor drei Jahren war ich strikt dagegen, aber in der jetzigen Phase sind wir froh, denn wir haben nicht genügend qualifiziertes Personal.“ Das Kinderförderungsgesetz habe zwar ganz viele schlechte Seiten, die Regelung, dass künftig 20 Prozent des Personals fachfremd sein dürfe, sei in einer Situation wie der jetzigen aber gut. „Wenn wir offene Stellen haben, werden wir die Plätze so besetzen, dass die Gruppen arbeiten können.“ (msk.)

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