Bad Homburg

Prestigeprojekt gestoppt

  • schließen

Die Stadt und der Investor sind uneins. Es wird daher noch mehr Zeit vergehen bis Bad Homburg wieder ein echtes Kino hat.

Bis Bad Homburg wieder ein echtes Kino hat, wird noch mehr Zeit vergehen als bislang schon gedacht. Wie die Stadt mitteilt, sind die Gespräche mit dem avisierten Investor für das ehemalige Postareal am Bahnhof gescheitert. Dort sollten bis 2022 ein Unterhaltungskomplex mit Kino und Musikclub sowie ein Parkhaus und die neue Zentrale der Stadtwerke entstehen.

Der Bieter habe Nachverhandlungen zu dem Vertragstext gefordert, den die Stadtverordneten am 22. November beschlossen hatten. „Dies lehnt die Stadt ab, weil eine weitere Änderung der Konditionen die Wirtschaftlichkeit für die Kommune infrage stellt“, heißt es in einer Presseerklärung. Wie es nun weitergeht, ist offen. Die Stadt werde im neuen Jahr über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Ziel sei es, Gespräche mit weiteren Interessenten zu führen.

Um wen es sich dabei handeln könnte, ist unbekannt. Schon die bisherigen Verhandlungen über das Prestigeprojekt fanden weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Selbst bei der entscheidenden Abstimmung im Parlament mussten Bürger und Presse den Saal verlassen.

Dem Vernehmen nach handelte es sich bei dem bisherigen Verhandlungspartner um die Deutschen Anlagen-Leasing (DAL), eine Tochter der Deutschen Leasing AG. Sie sollte der Stadt zunächst das Grundstück abkaufen und die neuen Gebäude errichten. Anschließend sollte das Ganze per Leasingvertrag an die Stadtwerke verpachtet werden. Nach 30 Jahren wäre das Gelände dann wieder an die Stadt zurückgefallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare