1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Stadtwerke liefern jetzt Strom

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jürgen Streicher

Kommentare

Stromzähler.
Stromzähler. © dpa

Die Stadtwerke eröffnen mit der Lieferung von Strom für Endkunden in Oberursel und Umgebung ein drittes Geschäftsfeld. Von Jürgen Streicher

Die Stadtwerke eröffnen mit der Lieferung von Strom für Endkunden in Oberursel und Umgebung ein drittes Geschäftsfeld im Energiesektor nach Wasser und Gas. Mit dem Komplettangebot sind sie der erste lokale Anbieter im Taunus, der "alles aus einer Hand" bietet, so das neue Motto des Unternehmens, das sich im neuen Jahr auch im neuen "corporate design" präsentiert. Blau ist die dominierende Farbe, ein Kreis steht für Oberursel, die in ihn hineinragenden drei Striche stehen für Wasser, Energie und City-Service mit Stadtbus, Parken und Schwimmbad.

Der erfolgreiche Einstieg ins Gasgeschäft mit der Gründung der Tochterfirma Tauna-Gas vor ein paar Jahren war der Ansporn, auch beim Strom "irgendwann Geld zu verdienen", so die Leiterin Energiewirtschaft und Marketing, Sandra Schmidt. "Wir werden preisgünstig sein, aber nicht die billigsten", ergänzt Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke mit Blick auf den Markt, den sich das Unternehmen mit rund 120 Mitbewerbern teilen muss.

Der Einstiegspreis mit Garantie bis zum Jahresende liegt unter dem Angebot des Grundversorgers Süwag in der Region. Neukunden, die primär in Oberursel gesucht werden, wird zudem eine Prämie von 75 Euro offeriert. Am Tag der Bekanntgabe des neuen Stadtwerke-Geschäftsbereichs hat die Süwag angekündigt, den Strompreis im Grundversorgungstarif "Klassik" zum 1. März um fünf Prozent zu erhöhen.

"Geübt", so Schmidt, haben die Stadtwerke die Stromlieferung bereits seit einem Jahr bei eigenen und verbundenen Unternehmen sowie der Stadt Oberursel und ein paar Privatkunden. Dass Wasser, Gas und Strom bei entsprechendem Kundenwunsch aus einer Hand kämen, sieht Funke als Vorteil für den Endverbraucher und als "Stärkung unserer Position am Markt". Dabei hätten verschiedene Aspekte Bedeutung. Noch sei unklar, wie der Wasserkartellstreit ausgehe, in dem Anfang Februar das Urteil erwartet wird. Oberursel muss dann eventuell seine Preise nach unten korrigieren. Unklar ist auch der Gasmarkt, langfristig wird eher mit sinkendem Absatz kalkuliert.

Im laufenden Jahr wird die Oberurseler Kommunalpolitik entscheiden, ob die Stadtwerke 2012 nach Auslaufen des Konzessionsvertrags mit Süwag das Stromnetz in Eigenregie übernehmen. Seit Weihnachten wird auch wieder über eine gemeinsame "Energieversorgung Hochtaunus" bei Gas und Strom mit den Kommunen Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf diskutiert. Das, so Funke, "wäre ein Gewicht auf dem regionalen Markt".

Auch interessant

Kommentare