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Stadt fördert Energiesparen

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Von: Fabian Böker

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Beim Thema Energieeinsparung gibt es jetzt dank neuer Rahmenbedingungen mehr Angebote. 600.000 Euro stehen zur Förderung im Etat bereit. Bis zu 300 Anträge werden erwartet.

Es steht zwar weniger Geld zur Verfügung, dennoch will die Stadt mehr Projekte zur Energieeinsparung fördern. Wie dieser scheinbare Gegensatz aufgelöst werden kann, erläuterten Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) und Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD) in dieser Woche.

Standen in den vergangenen Jahren immer rund 1,1 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung, um Projekte zur Einsparung von Energie an bestehenden Gebäuden zu fördern, reduziert sich der Betrag im Haushalt 2016 auf 600 000 Euro.

Auf dieser Basis hat der Magistrat nun eine neue Förderrichtlinie entworfen, über die die Stadtverordneten am 4. Februar entscheiden sollen. Enthalten sind vor allem Erweiterungen.

So kann aber sofort der Austausch von alten Öl-Heizungen gegen moderne emissionsarme Gas-Brennwert-Heizungen auch in Nicht-Wohngebäuden gefördert werden.

Weiter soll die Umstellung von Öl auf Erdgas bei Heizungen als Zusatzförderung möglich werden. Der Einbau von Blockheizkraftwerken in größeren Wohn- und Nicht-Wohngebäuden soll ebenso förderungswürdig sein wie das Heizen mit einer Brennstoffzelle.

Innovative Vorhaben

Dieses Verfahren, so Hetjes und Krug, werde derzeit aber noch sehr selten genutzt, da es momentan noch teuer sei. Es handele sich dabei jedoch um eine zukunftsträchtige Technik des Heizens.

Auch besondere innovative und hocheffiziente Energiesparvorhaben sollen als Ausnahme gefördert werden, sofern als Wirkung eine Verminderung des Kohlendioxidausstoßes um mindestens 25 Prozent nachgewiesen werden kann.

Möglich sind all diese Erweiterungen trotz des geringeren Etats durch Änderungen in den Richtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

„Diese neuen Rahmenbedingungen ermöglichen auch eine Kumulation mit anderen Programmen wie unserer Richtlinie“, erklärt Alexander Hetjes. Die städtische Förderung, ergänzt Karl Heinz Krug, könne dadurch „sogar deutlich zurückgefahren werden“.

Die Stadt rechnet mit 250 bis 300 Anträgen in diesem Jahr.

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