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Sportplatz und eine Leinwand

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Von: Miriam Keilbach

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Workshop zur „Jugendfläche Nord“.

Basketball und Volleyball statt nur Fußball, dazu eine Hütte, Sitzgelegenheiten, Sand, Liegestühle und eine Leinwand – das sind die Ideen von Beau (14), Benni (15), Natalie (16), Jenny (16) und Marie (12) für die Freizeitfläche am Eschbachweg, „Jugendfläche Nord“ genannt. Am Wendehammer liegt der Bolzplatz, dazu kommt eine etwa 500 Quadratmeter große, angrenzende Fläche. Wie diese genutzt werden soll, dafür sammeln rund 20 Jugendliche Ideen.

„Ich bin für eine Leinwand, damit wir ein Open-Air-Kino veranstalten können“, sagt Natalie und schreibt ihre Idee gleich auf einen Zettel, den sie an die Wand pinnt. Beau möchte lieber ein Basketballfeld statt den Bolzplatz und Marie wünscht sich einen Grillplatz und Festivals mit Musik oder Workshops.

Auch eine Mini-Kartbahn steht auf einem Zettel, das sei aber unrealistisch, sagen die Jugendlichen. Rund 50000 Euro haben sie für die Freizeitfläche zur Verfügung. In einem ersten Schritt sammeln sie Ideen, die die Stadtplanung dann konkretisiert. Geben die Jugendlichen bei einem Workshop im April ihr Okay, gehen die Vorschläge an die politischen Gremien.

Alle 14- bis 17-Jährigen, die im Umfeld des Eschbachwegs wohnen, wurden von der Stadt angeschrieben und zum Workshop eingeladen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Jugendlichen realistische Vorschläge machen“, sagt Achim Hasselberg, Leiter des Jugendbüros. Auch der Skaterpark sei so geplant worden, „und alle sind zufrieden.“

Natalie malt unterdessen schon einen groben Plan für die Fläche. In einer Ecke ein Sofa, ein paar Balken wie eine Veranda und eine Hütte, die an einer Seite komplett offen ist: „Ein geschlossener Raum ist so eng, sind die falschen Leute drin, fühlt man sich unwohl“, sagt sie.

Einen Zaun um das Gelände will die Gruppe nicht, Marie schlägt Pflanzen als Abtrennung vor – das schützt auch vor Hundehaufen, die jetzt auf dem Bolzplatz rumliegen. „Oder ein kleiner Wassergraben mit Brücken“, schlägt Jenny vor.

„Andere Gruppen wollten den Bolzplatz erhalten, dafür ist der Vorschlag für Events neu“, fasst Sandra Portella von der Stadtplanung die Ergebnisse dieser Fünferrunde zusammen. Auch freies W-LAN sei auf dem Wunschzettel erschienen. Portella sammelt die Ideen aller Workshop-Gruppen und achtet darauf, dass die Ideen repräsentativ sind.

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