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Oberursel

„Splittersiedlung“ bekommt Satzung

  • Götz Nawroth-Rapp
    VonGötz Nawroth-Rapp
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Klarheit für Hauseigentümer an der Herzog-Adolf-Straße / Genehmigung von Umbauten bald einfacher.

Die Hauseigentümer in der Herzog-Adolf-Straße waren bisher im Unklaren darüber, welche Umbauten an ihren Gebäuden möglich sind und welcher rechtliche Rahmen gilt.

Denn die Straße liegt ein Stück abseits der Ortsbebauung in einem Plangebiet von rund 10 000 Quadratmetern. Bisher lagen die Wohnhäuser für die Stadt damit in einem Außenbereich, Umbauten sind daher strengen Reglementierungen unterworfen und können nur in sehr engen Bahnen vollzogen werden.

Das ändert sich nun mit einem Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung für eine Entwicklungssatzung. Sie sorgt dafür, dass die Häuser der „Splittersiedlung“ nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches zu behandeln sind, der innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile Geltung hat. Für Michael Reuter von der CDU eine sinnvolle Sache, wie auch für die gesamte Fraktion.

„Wir haben uns diese Vorlage sehr genau angesehen“, so Reuter. Seitens der Hauseigentümer bestünde ein „berechtigtes Interesse“ an einer Entwicklungssatzung, um ersehnte Umbauten vorzunehmen. Dass es dort Grün bleibe, dafür sorge schon die Festschreibung von Hausgärten. „Die Wohnhäuser bestehen dort schon lange“, so CDU-Mann Michael Reuter. Die Straße am Rand des Maasgrunds entstand ab dem Jahr 1907 in unterschiedlichen Schritten, sie sollte einmal den Weg bereiten für eine Bebauung der Atzelhöhl.

Skepsis bei den Grünen

Diese Pläne sind zwar lange verworfen. Dennoch verweigerten die Grünen die Zustimmung. Eben weil die Atzelhöhl ein wichtiges Naherholungsgebiet sei, blieben die Grünen skeptisch, wie Frank Böhme von den Grünen betonte. Änderungen an der Bebauung wären auch ohne die Entwicklungssatzung möglich, sagte er im Namen seiner Fraktion. Auch der fraktionslose Stadtverordnete Ingmar Schlegel (Linke) stimmte gegen die Neuregelung. Die Satzung schließt eine Bebauung in zweiter Reihe aus.

Die Zahl der Vollgeschosse wird auf zwei festgelegt, ebenso wie die Anzahl der Wohneinheiten.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) betonte die Sinnhaftigkeit der neuen Regelung: „Wir wollen mit dieser Entwicklungssatzung nicht an erster Stelle reglementieren. Unser Ansatz ist es, im Dialog mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Klarheit darüber zu schaffen, in welchem Umfang zukünftige Erweiterungen stattfinden können und wie diese gesteuert werden. Von dieser Klarheit profitieren nach meiner Meinung auch die Eigentümer untereinander.“ Mitnichten sei die Satzung als Schritt zu einer verstärkten Bautätigkeit in dem Gebiet gedacht.

Im Jahr 2003 hatte es noch Erwägungen zu einer „Randbebauung“ der Atzelhöhl gegeben, sie verliefen dann aber im Sande. In dem Naherholungsgebiet tummeln sich Vögel, Fledermäuse und Reptilien. Einige der dortigen Arten stehen unter Schutz, wie unter anderem in einem entsprechenden Gutachten aus dem Jahr 2008 nachzulesen ist.

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