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Bald decken die Azubis der Firma Löw das Dach der rekonstruierten Schweizerei.
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Bald decken die Azubis der Firma Löw das Dach der rekonstruierten Schweizerei.

Bad Homburg

Spendenquittung im Fenster

  • VonAndrea Herzig
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Der Förderverein Kleiner Tannenwald sucht weiter Sponsoren für die Schweizerei, ein Wirtschaftgebäude. Denn noch reicht das Geld nicht.

Der Förderverein Kleiner Tannenwald ist ein ganz wichtiger Verein. Das ist er nicht nur deshalb, weil seine 172 Mitglieder unermüdlich und optimistisch um Spenden für den historischen Wiederaufbau einiger kurstädtischer Kleinode werben, für die keine öffentliche Hand so viel locker machen könnte.

Die Bedeutung des Vereins in der Stadtgesellschaft zeigt sich auch in der Prominenz seiner Mitglieder und Besucher. In der ersten Reihe bei der Hauptversammlung im Gotischen Haus sitzt Bürgermeister und SPD OB-Kandidat Karl Heinz Krug. Wiederbewerber OB Michael Korwisi lobt im Grußwort das bürgerliche Engagement, und CDU-OB-Kandidat Hetjes unterschreibt im Reinkommen noch schnell eine Beitrittserklärung. Die schwenkt Vereinsvorsitzender Franz-Josef Mues dann freudig vor den Versammelten wie eine Trophäe.

Bei so viel Unterstützung kann ja nichts schiefgehen mit den gut 135 000 Euro, die der Verein noch braucht, um sein aktuelles Projekt fertigzustellen: die Schweizerei, ein Wirtschaftgebäude. Auf langen Powerpoint-Listen stehen die Namen der Wohltäter des komplett neu aufgebauten Häuschens: Geldspender und Handwerksbetriebe, die ihre Arbeitskraft umsonst zur Verfügung stellen. Landgräfin Elisabeth machte die Schweizerei einst zu ihrem Refugium – und bewahrte darin ihre Gartenliteratur auf.

Aber noch reicht das Geld nicht: Sponsor und Tannenald-Aktivist Michael Basties hält ein aus den Ursprungsbeständen gerettetes altes Fenster hoch. Knapp 1000 Euro kostet der Nachbau, seinen Namen kann der edle Spender dann in den Rahmen eingravieren lassen.

Oberbürgermeister Michael Korwisi hofft auf eine Eröffnungsfeier noch in diesem Jahr. Die Schweizerei kann er sich als Ausgangspunkt für Führungen in der ganzen Landgräflichen Gartenlandschaft vorstellen, sagt er. Sein Stadtplaner, Holger Heinze, kündigt an, wo die Stadt demnächst tätig werden wird, nämlich in den Außenanlagen rund um die Schweizerei. Bis Ende Juni soll die verwildert anmutende Umgebung des Hauses völlig anders aussehen. Kostenpunkt: 120 000 Euro.

Überlegt wird noch immer, welchen Nutzen die Schweizerei haben wird, dazu gibt es einen städtischen Arbeitskreis, berichtet Heinze. Ein größeres gastronomisches Angebot sei nicht möglich, aber eine Toilette wird eingebaut, Lesungen könnten stattfinden. Der Förderverein wird das Gebäude als Rückzugsraum für die Künstler nutzen, die auf der Insel im Park auftreten.

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