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Lijiang zählt mehr als eine Million Einwohner.

Bad Homburg

Freundschaft mit Fernost

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Verein will die Kontakte zum chinesischen Lijiang fördern / Weitere Bürgerreise.

Im Sommer sollte sie eigentlich schon über die Bühne gehen, nun wurde die Gründung vollzogen: In dieser Woche hat sich der „Verein zur Förderung der Freundschaft zwischen Bad Homburg und Lijiang“ offiziell formiert. Acht Mitglieder hat er nun, auf der Agenda stehen einige Vorhaben. Geht es nach den Verantwortlichen, lassen sich dafür noch weitere Mitstreiter finden.

Zum sperrigen Namen habe es keine Alternative gegeben, sagt Bernd Vorlaeufer-Germer, der den Verein auf den Weg gebracht hat. Aber wichtiger als der Name sei der Inhalt. Der Verein wolle die Kontakte, die es zwischen Bad Homburg und der Stadt unterhalb eines Himalaya-Ausläufers gibt, intensivieren. Und zwar abseits der offiziellen Politik.

Die ist sich in Sachen offizieller Städtepartnerschaft noch immer nicht einig. Also will der neue Verein seinerseits die Kontakte intensivieren, um den Austausch zweier Kulturen zu fördern.

Schon zwei Mal waren Mitglieder des Freundschaftsvereins im Rahmen einer Bürgerreise in China. Für das Jahr 2017 ist eventuell eine weitere geplant. „Das ist aber noch Zukunftsmusik“, sagt Vorlaeufer-Germer, der sich bewusst nicht zum Vorsitzenden hat wählen lassen. „Die Verantwortung müssen auch mal andere übernehmen.“

So wie Sigrid Deussen, die fortan als Vorsitzende fungiert. Ihr zur Seite im Vorstand stehen Hellmuth Bollmann als Schriftführer und Peter Schmarr als Schatzmeister. Die Posten der stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen Bernd Vorlaeufer-Germer – so ganz ohne Verantwortung geht es dann doch nicht – und Linda Vorbau.

Über deren Engagement freut sich Vorlaeufer-Germer ganz besonders, denn Vorbau ist im Gegensatz zu manch anderem der acht Mitglieder jung. Sie studiert Chinesisch, pflegt eine Brieffreundschaft zu einer Studentin aus Taiwan „und hat uns alle mit ihrer Teilnahme äußerst positiv überrascht“.

Gemeinsam arbeitet der Verein jetzt Prioritäten heraus. Das Engagement soll unter anderem der Kunst und Kultur, der Gesundheit, der Bildung und Sprache, der Bürgerbeteiligung und dem politischen Austausch gelten.

Ganz ohne offizielle Politik geht es dann auch im Verein nicht: Der scheidende Oberbürgermeister Michael Korwisi ist ebenfalls Mitglied in dem Verein geworden.

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