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Hat nur noch wenige Freunde: Blasmusik im Trachtenlook.

Umfrage zum Hessentag

"Bitte kein Trachtenfest!"

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Was erwarten potentielle Besucher vom Hessentag in Oberursel? Schüler der Feldbergschule haben bei 700 Menschen im Hochtaunuskreis nachgefragt. Von Olaf Velte

Ein Trachtenfest soll der Hessentag 2011 in Oberursel nicht werden. Darauf haben sich etwa 700 Menschen aus Oberursel, Königstein und Bad Homburg geeinigt. Über ein Drittel legt statt dessen Wert auf angemessene Preise und saubere Sanitäranlagen. Ein Bierzelt darf jedoch nicht fehlen - zehn Prozent der Befragten sprechen sich für die traditionelle Festbehausung aus. Angehende Industriekaufleute der Feldbergschule Oberursel haben in Zusammenarbeit mit dem städtischen Hessentagsbüro den Markt erforscht, um Wünsche und Erwartungen der Bürger zu erkunden.

Unter dem Motto "Hessentag 2011 - was geht?" zogen nach den Osterferien Berufsfachschüler der zehnten Klassen mit Fragebögen über die zentralen Plätze der umliegenden Städte. Ausgewertet wurden die Ergebnisse von den im zweiten Lehrjahr stehenden kaufmännischen Schülern, denen Marketing-Lehrer Heiko Rohde zur Seite stand. Die Befragten stammen zur Hälfte aus dem Hochtaunuskreis, ein weiteres Drittel waren Einwohner Oberursels. Vom Jugendlichen bis zum Ruheständler reichte die Palette, Frauen waren mit 54 Prozent leicht in der Überzahl. Durch Presseberichte haben die meisten von dem Vorhaben erfahren.

Noch kein Interesse

In der Familie und unter Arbeitskollegen scheint der Hessentag noch kein Thema zu sein. Über die Hälfte der Befragten hat sich bisher nicht für das hessische Großereignis interessiert. Fast 500 der Interviewten planen einen Besuch, am liebsten in Begleitung von Familie oder Freunden. Alleine möchte in zwei Jahren kaum einer nach Oberursel pilgern. Ein Besuch soll nicht mehr als 25 Euro kosten - das wünschen sich fast 350 Menschen.

Schülerin Hadyeh Lahdou präsentierte Motto und Logo, die nach dem Willen der Befragten modern und witzig sein sollen. Zwei Vorschläge zeigen die Heilige Ursula im roten Kleid, gerahmt von dem Buchstaben O. Mit der ovalen Form würde die Taunusstadt etwas Neues wagen. "Wir werden eng mit den Schulen zusammenarbeiten", sagte Bürgermeister Hans -Georg Brum (SPD). In der Feldbergschule soll es ein Künstler-Symposium geben. Es werde überlegt, Schwerpunkte aus Kunst, Kultur und Geschichte zu setzen. "Wir rechnen mit einer Million Besuchern." Dem Publikum aus dem Umland wollen die Oberurseler ein hochwertiges Programm bieten.

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