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Im Programm "Justament" unterstützen 48 Seniorpartner Schüler bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Hochtaunus

Azubis bekommen Mentoren für Jobsuche

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Trotz guter Lage auf dem Arbeitsmarkt gibt es noch junge Leute, die Probleme haben, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Manchen fehlt der Schulabschluss, anderen die Deutschkenntnisse und wieder anderen die Motivation – trotz einer verbesserten Situation auf dem Arbeitsmarkt gibt es auch im Hochtaunuskreis immer noch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und berufliche Perspektive.

An sie richten sich die Programme „Joblinge“ und „Justament“, für die Landrat Ulrich Krebs (CDU) und Sozialdezernentin Katrin Hechler (SPD) gestern eine Zwischenbilanz gezogen haben.

Als „Erfolgsstory“ bezeichnete Hechler das Projekt „Joblinge“, bei dem der Kreis mit der Initiative Joblinge gAG in Frankfurt kooperiert. Es richtet sich an eine besonders schwierige Klientel: Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren, die bereits die Schule verlassen haben, aber bislang ohne Chance auf eine Lehrstelle waren. „Joblinge“ ermöglicht ihnen, ein halbes Jahr lang in betrieblichen Praktika erste Berufserfahrungen zu sammeln. Außerdem werden die Jugendlichen von ehrenamtlichen Mentoren unterstützt.

Ausbildungsplätze erfolgreich vermittelt

Nach zwei Jahren haben 29 junge Leute das Programm abgeschlossen, darunter auch mehrere Flüchtlinge. Ergebnis: 14 haben einen Ausbildungsplatz gefunden und drei einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. 

Sieben weitere haben eine weiterführende Qualifikation begonnen. Aber auch die anderen würden nicht fallengelassen, beteuert Kreisbeigeordnete Hechler. „Wir begleiten sie weiter.“ Bei einigen Jugendlichen stünden gesundheitliche oder psychische Probleme einer Ausbildung vorerst noch im Wege.

Finanziert wird das Programm mit 60 000 Euro vom Land Hessen; weitere Mittel stellt die Bürgerstiftung Vordertaunus bereit. Bislang habe jeder Jugendliche, der sich beworben habe, „in überschaubarer Zeit“ einen Platz bekommen“, versichert Roland Gilbert von der Jugendberufshilfe des Hochtaunuskreises.

Bei dem Projekt „Justament“ helfen 48 ehrenamtliche Seniorpartner 250 Schülerinnen und Schülern, vor allem aus dem Hauptschulzweig, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Auch dieses Programm habe sich „sehr bewährt“, bilanziert Landrat Krebs. Der Kreis unterstützt „Justament“ mit 7500 Euro im Jahr. Gesucht werden derzeit neue Seniorpartner. Dabei seien besonders Menschen aus der gewerblichen Wirtschaft gefragt, wirbt Katrin Hechler.

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