Bad Homburger

Angst in Cabourg

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Die Partnerstadt von Bad Homburg steht unter dem Schock der Anschläge in Paris. Die Stimmung in der Stadt sei „schlimm“. Viele Menschen in der Partnerstadt arbeiteten in Paris.

Die Ortsvorsitzende der SPD, Elke Barth, hat im Nachgang der Ereignisse von Paris mit der ehemaligen Bad Homburgerin Jutta von Lösch telefoniert, die seit 2003 in der Partnerstadt Bad Homburgs lebt. Sie erreichte von Lösch kurz vor Mittag, als landesweit eine Schweigeminute für die Opfer des Attentats eingelegt wurde und das öffentliche Leben auch in der Partnerstadt stillstand.

Von Lösch berichtete Elke Barth, sie sei an diesem Freitagabend letzter Woche zu Hause gewesen. Das Fußballspiel habe sie nicht gesehen, doch sie habe später noch einmal nach dem Ergebnis geschaut, damit sie wisse, auf welche Gespräche sie sich nach dem Länderspiel als Deutsche in Frankreich einzustellen habe.

Dann kam der Schock. Seitdem, so die Einschätzung von Löschs, befinde sich die Partnerstadt Bad Homburgs, nur zwei Autostunden von Paris entfernt gelegen, mittendrin in der Angst und Verunsicherung, die auch die Hauptstadt derzeit präge.

Viele Menschen in der Partnerstadt, berichtete von Lösch, arbeiteten in Paris. Es sei schrecklich, dass der Terror jetzt so nah sein, sagte die Bad Homburgerin. Die Stimmung in der Stadt sei „schlimm“.

Jutta von Lösch erzählte auch, dass sie ganz persönlich Angst habe, demnächst über einen Pariser Flughafen in die USA reisen zu müssen. Sie will dort ihren Sohn besuchen.

Dieser habe daran erinnert, dass sie sich nun schon zum zweiten Mal in ihrem Leben so ganz nah mit Gewalttaten von Terroristen auseinandersetzen müsse. Das erste Mal war 1989 – in Bad Homburg. Damals, am 30. November, wurde der Bankmanager Alfred Herrhausen auf dem Weg zur Arbeit vor dem Seedammbad Opfer eines Attentats der linksgerichteten Rote Armee Fraktion.

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