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Sommerrodelbahn soll gebaut werden

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Von: Olaf Velte

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Schmitten Neue Streckenführung am Feldberg lässt Bürgermeister Kinkel und Investor Wiegand zusammenrücken

Kehrtwende im Rathaus von Schmitten. Seit gestern steht fest, dass Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) den Bau einer Sommerrodelbahn unterstützen wird. Nach monatelangen Debatten in der Taunusgemeinde und der zunächst ablehnenden Haltung des Bürgermeisters kommt das Umdenken überraschend.

Den Ausschlag gibt ein neuer Streckenverlauf, der vor drei Wochen dem Rodelbahnbauer Josef Wiegand vorgeschlagen wurde. Dafür wurde eine alte Planung aus dem Jahre 2008 ausgegraben. Die künftige Route soll demnach auf der südwestlichen Flanke des Großen Feldbergs angelegt und vom Gipfel talwärts in die Nähe des Parkplatzes Windeck geführt werden. Eine Idee, mit der sich die Investoren Josef Wiegand und Feldberghof-Betreiber Peter Stürtz anfreunden können. Die Zielsetzung Nordhang ist damit ad acta gelegt.

Dass die Freizeiteinrichtung realisiert wird, war für die versammelten Herren Kinkel, Stürtz und Wiegand am gestrigen Freitag abgemachte Sache. „Eine große Mehrheit befürwortet in Schmitten das Projekt“, so der Rathauschef. Auch die Gemeindevertretung wolle die Bahn. „Der Standort ist ideal.“ Wiegand betonte, nur im Einvernehmen mit Bürgern und politischen Gremien bauen zu wollen: „Ich möchte Konsens haben.“

Die neue Variante biete Vorteile: Weder berührt die Strecke den Grenzwall Limes noch sind Ortsteile mit Wohngebieten in der Nähe. Auch die Parkplatzsituation scheint weitaus günstiger als am Fuße der Nordabfahrt. 184 Abstellflächen plus Bushaltestelle sind nahe Windeck vorhanden. Anreisende Besucher kommen via Landstraße aus Richtung Rotem Kreuz zum Feldberg.

Zwei Anlagen, die eine vorhandene Schneise nutzen, sind geplant. Neben der Alpine Coaster genannten Rodelbahn will Wiegand einen „Wie-Li“ installieren, der Personen auf den Gipfel bringen soll. „Das entschärft die Verkehrslage am Feldberg“, so Kinkel. Die Talstation soll keine eigenen Gastronomie erhalten – Durst und Hunger werden in den bereits bestehenden Lokalen auf dem Plateau gestillt. Der größte Teil des Geländes gehört der Gemeinde, ein Rest soll durch Flächentausch dazukommen. Umgeben von Fichten wird die fast ein Kilometer lange Route derzeit auch als Winterrodelbahn genutzt. „Das wird in Zukunft weiterhin möglich sein“, sagt Stürtz. Mit dem Wie-Li könne man auch den Schlittentransport zur Bergstation übernehmen.

Der Rasdorfer Unternehmer rechnet mit Investitionen von 2,5 Millionen Euro. Im Juni soll der Aufstellungsbeschluss vorliegen. „Es bestehen keine Interessenkonflikte mehr“, heißt es unisono.

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