Oberursel

Solidarität der Stadt Oberursel mit Thomas Cook

Mitarbeiter starten eine Online-Petition zum Erhalt der insgesamt 2000 Arbeitsplätze. Die Stadt unterstützt sie dabei und wirbt beim Land für Überbrückungskredite.

Allein in Oberursel stehen durch die Insolvenz der Deutschlandtochter von Thomas Cook 1500 Arbeitsplätze auf dem Spiel, andernorts kommen noch einmal 500 hinzu. Um möglichst viele der Jobs zu retten, haben Mitarbeiter des Reiseveranstalters nun unter dem Motto „Ein Herz für Thomas Cook“ eine Onlinepetition gestartet. Bis Dienstagnachmittag hatten sich daran rund 4500 Menschen beteiligt.

Die Stadt Oberursel unterstütze diese Solidaritätsaktion, teilt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) mit. Und er hofft, dass sich „möglichst viele Bürgerinnen und Bürger der Onlinepetition anschließen“. Der Magistrat hatte bereits in einem Schreiben an die Landesregierung appelliert, Thomas Cook zu unterstützen. Dabei geht es konkret um Überbrückungskredite von Bund und Land, wie sie dem Ferienflieger Condor jüngst gewährt worden sind.

Als Standort der deutschen Thomas-Cook-Gesellschaft sei Oberursel „erschüttert von den Ereignissen der letzten Tage“, betont Rathauschef Brum. Mit Hilfe der staatlichen Kredite sollten Liquiditätsengpässe abgefedert werden. Ziel sei der Übergang der deutschen Gesellschaften in die Eigenständigkeit.

Brum ist optimistisch, dass eine Sanierung beziehungsweise ein Neustart unter der Traditionsmarke Neckermann-Reisen gelingen kann und verweist darauf, dass Fachleute und Investoren „gute Möglichkeiten des Fortbestands für die namhaften deutschen Töchter“ sähen.

Die Onlinepetition findet sich auf www.change.org.

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