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Nicht nur Regenschirme, auch eine Gasmaske kommen beim Oberurseler Flashmob zum Einsatz.
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Nicht nur Regenschirme, auch eine Gasmaske kommen beim Oberurseler Flashmob zum Einsatz.

Flashmob in Oberursel

Sinnfreier Spaß an der Freude

Der Flashmob-Premiere am Homm-Kreisel könnte schon im Juli eine Fortsetzung folgen. Teilnehmer "Peter" erklärt die Faszination solcher spontanen Spaß-Aktionen. Von Anton J. Seib

Von Anton J. Seib

Alles geht rasend schnell. Etwa 60 junge Leute laufen bei strahlendem Sonnenschein mit geöffneten Regenschirmen in den Homm-Kreisel, drehen ein paar Runden und sind ebenso schnell verschwunden wie sie gekommen sind. Die Autofahrer stehen im Stau bis hinunter zum Bahnof und verfolgen das Schauspiel ebenso ratlos wie die anwesenden Passanten. Soeben sind sie Zeugen des ersten Flashmobs in Oberursel geworden.

Die meisten Flashmobber kennen sich nicht oder nur flüchtig. Zusammengebracht hat sie das Internet. Eingeladen hat sie ein Oberursler Abiturient, über die Plattform Studivz oder per Handy. "Nennen Sie mich einfach Peter." Mehr möchte der 20-Jährige von sich nicht preisgeben. Die Zurückhaltung hat einen Grund. Peter hat am späten Donnerstagnachmittag am Homm-Kreisel den ersten Oberurseler Flashmob organisiert. Das sei zwar vollkommen legal gewesen, meint er. Aber man kann ja nie wissen ...

Nein, einen Sinn habe die Aktion nicht gehabt, bekennt Peter. In bester Dada-Tradition ist es ihm und seinen Mitstreitern vor allem daran gelegen, die Menschen zu irritieren. "Mit Regenschirmen bei Sonne durch einen Verkehrskreisel zu laufen, das versteht einfach keiner", sagt Peter. Auch nicht jener ältere Herr, der auf seinen Rollator gestützt die Szene verfolgte. Peter: "Der hat einfach nur den Kopf geschüttelt. Das hat mich begeistert. Es gibt so viele Dinge, die man in Deutschland einfach nicht macht", gerät Peter ins Philosophieren. "Die Leute haben bestimmt gedacht: Warum um alles in der Welt rennen die hier mit Schirmen rum?" Die kleine Rache an der Vernunft der Erwachsenenwelt, das ist für Peter "das Coolste".

Am Dienstagmorgen hat er in Studivz zum Flashmob in der Oberurseler Innenstadt aufgerufen. Im Schneeballsystem verbreitete sich die Nachricht. "Ich war selbst gespannt wie viele kommen", verrät Peter. Rund 60 Teilnehmer findet er fürs erste Mal in Ordnung. "Ich wollte die Leute auf den Geschmack bringen." Also werden Fortsetzungen folgen, vielleicht schon am nationalen Flashmob-Tag am 11. Juli.

"Vielleicht machen wir das jeden Monat", sagt Peter. Natürlich absolut friedlich und legal, versichert er.

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