1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

SPD sieht gute Chancen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Genossen im Hochtaunuskreis wollen bei der Kommunalwahl im März 2011 Schwarz-Gelb die Rote Karte zeigen.

Von Jürgen Streicher

Der Spitzenkandidat, als „zuverlässig“ auf Wahlplakaten angepriesen, kommt spät. Knapp 45 Minuten müssen die Genossen beim SPD-Parteitag in Bad Homburg auf Manfred Gönsch warten. Aus gutem Grund, verteidigt ihn Generalsekretär Michael Roth. Zunächst sei er mit ihm auf Visite bei „Hessentags-Bürgermeister“ und Parteifreund Hans-Georg Brum in Oberursel gewesen, habe danach noch kurz bei der Mutter nach dem Rechten gesehen, die tags drauf ihren 85. Geburtstag feiert. Das sehen die Delegierten Gönsch nach – die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Punkt im Wahlprogramm.

Flächendeckende Ganztagsschulen, Ausweitung der betreuenden Grundschule auf das dritte und vierte Schuljahr, Transparenz und Planungssicherheit bei Bauvorhaben – die Schul- und Bildungspolitik hat für die SPD einen hohen Stellenwert. „Bildungsgerechtigkeit? Hier läuft es falsch“, sagt Gastredner Roth. „Schwarz-Gelb braucht die Rote Karte.“ An gute Chancen der SPD bei der Kreistagswahl im März 2011 glaubt auch die Bad Homburger Parteivorsitzende Elke Barth. Die Zeit der absoluten CDU-Mehrheit sei vorbei. „Wir profitieren auch von Fehlern der Krebs-Regierung im Landratsamt.“

Zukunftsfähige Region

In den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes will die SPD die „Zukunftsfähigkeit des Hochtaunus in der Region“ stellen. Ein Bild, das sie dabei mehrfach bemüht, ist die Sicherung und Erhaltung gleicher Lebensbedingungen im Vordertaunus und im Usinger Land. „Kein Kahlschlag im Usinger Land“ lautet die Überschrift, die auf die beabsichtigte Schließung des Amtsgerichts Usingen und die unklare Zukunft des Usinger Krankenhauses zielt. Gebraucht werde eine Klinik mit Grund- und Regelversorgung in kommunaler Hand.

Die SPD im Hochtaunuskreis will weiter für die Untertunnelung der PPR-Kreuzung in Bad Homburg streiten, für die Erweiterung der Taktzeiten und der Kapazität der Taunusbahn, die Weiterführung der S 5 über Friedrichsdorf bis Friedberg und die zügige Realisierung der Regionaltangente West.

Diskussionen um das den Delegierten vorgelegte Programm gab es nicht, die SPD zeigte sich einmütig. Das betrifft auch Zusatzanträge wie die Einrichtung eines Secondhand/Sozialkaufhauses an zentraler Stelle im Kreis. Dort sollen gut erhaltene Möbel, Elektrogeräte und Haushaltsgegenstände des täglichen Bedarfs für kleines Geld angeboten werden. Beschlossen wurde auch die Stärkung der Elektromobilität entlang der Taunusbahn durch Elektro-Tankstellen mit Photovoltauikanlagen und die Stärkung des Europabüros im Landratsamt.

Auch interessant

Kommentare