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Taunusbahn

Sicherer als in Hordorf

Nach dem Unglück von Hordorf machen sich auch Fahrgäste der Taunusbahn Sorgen. Doch Betreiber HLB beruhigt: Die Züge haben automatische Bremseinrichtungen.

Von Anton J. Seib

Rund 3000 Fahrgäste befördert die Taunusbahn täglich und nicht wenig fragen sich seit dem verheerenden Zugunglück am Samstagabend in Hordorf, ob die eingleisige Strecke zwischen Friedrichsdorf und Grävenwiesbach sicher ist. „Völlig ausschließen kann man Unfälle nie“, sagt Jochen Fink, Leiter des Infrastrukturmanagements beim Betreiber, der Hessischen Landesbahn. Allerdings würde auf der Taunusstrecke eine andere Sicherheitstechnik verwendet. Fink: „Wenn ein Zugführer ein rotes Haltesignal überfährt, wird eine automatische Zugbremsung ausgelöst.“ Eine Technik, die auf der Strecke in Sachsen-Anhalt offenbar nicht eingesetzt wurde.

Die HLB betreibt im Hochtaunuskreis zwei Strecken: die Taunusbahn und die Verbindung zwischen Frankfurt-Höchst und Königstein. Auf ihnen verkehren täglich jeweils rund 70 Züge. Beide Strecken werden eingleisig betrieben. Lediglich die Bahnhöfe verfügen über zwei Gleise, über die der Begegnungsverkehr abgewickelt wird. Sie sind lang genug, dass ein Zug beim Missachten des Haltesignals gestoppt werden kann, bevor er in den eingleisigen Sektor fährt. Die im Eisenbahnjargon Durchrutschweg genannten Abschnitte sind zwischen 50 und 200 Meter lang.

Sicherer ist das Reisen mit der Taunusbahn auch, weil die Züge nicht so schnell fahren. Das Tempo ist wie auch auf der eingleisigen HLB-Strecke zwischen Frankfurt-Höchst und Königstein auf auf 80 Kilometer in der Stunde begrenzt.

Und noch ein Risiko ist auf den beiden Taunus-Verbindungen minimiert – es gibt nämlich keinen Durchgangsverkehr von Güterzügen. Der gesamte Personenverkehr ist vertaktet und somit überschaubarer.

Bei dem Zugunglück in Holdorf (Sachsen-Anhalt) war am Samstagabend ein Personenzug mit einem Güterzug kollidiert, dessen Zugführer möglicherweise ein Haltesignal übersehen hatte. Bei dem Unglück waren zehn Menschen getötet worden.

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